Nach der Gründung unseres Gymnasiums im September 1991 waren viele Namen für diese neue Schule im Umlauf. Mit der Einweihung unseres Schulgebäudes im Jahre 1995 war auch die Namensgebung abgeschlossen. Die schulischen Gremien und der Schulträger hatten sich auf Karl von Frisch als Namensträger geeinigt. Mit ein Grund, ihn als Namenspatron zu wählen, war, dass er als herausragender Wissenschaftler nicht nur in Fachkreisen anerkannt und tätig war, sondern dass er seine Wissenschaft in Vorträgen und Publikationen auch einem breiten Publikum in allgemein verständlicher Sprache zugänglich machte und somit auch die Gesellschaftsrelevanz der Wissenschaft unterstrich.
Am 20. November 1995, dem Geburtstag von Karl von Frisch, stellten wir in unserer Aula den Menschen Karl von Frisch der Schulgemeinde unter verschiedenen Blickwinkeln vor. Wir waren der Ansicht, dass wir in der Tradition von Karl von Frisch diesen Tag dazu nutzen sollten, einen namhaften Wissenschaftler die Ergebnisse seiner Arbeiten vortragen zu lassen, um damit in gleicher Weise Schüler, Eltern, Lehrer und Kollegen anderer Schulen und alle Interessierten an den Entwicklungen im Bereich der Forschung teilhaben zu lassen. In der Zwischenzeit sind die Vorträge sehr gut besucht, gestützt auf einen beachtlichen Stamm treuer Zuhörer. Dazu haben einerseits die Vielfalt der Themen beigetragen, aber auch die Qualität der Wissenschaftler und ihre Fähigkeit, ihre Ideen, ihre Forschung und ihre Begeisterung den Zuhörern zu vermitteln.
Zwischenzeitlich können wir auf eine Tradition mit folgenden Vorträgen zurückblicken:
| 20.11.1995 | Namensgebungsfeier Prof. Dr. E. Kulzer, Zoologisches Institut der Universität Tübingen „Als Student bei Karl von Frisch, eine späte Würdigung“ Prof. Dr. W. Frisch, Geologisches Institut der Universität Tübingen „Karl von Frisch privat“ Dr. H.D. Frey, Botanisches Institut der Universität Tübingen „Der Karl-von-Frisch-Preis“ Dr. H. Weigold, Karl-von-Frisch-Gymnasium „Karl von Frisch und die Schule“ |
20.11.1996 | K.H. Baumann, Gomaringen und Dr. K. Dobat, Botanisches Institut der Universität Tübingen „Der Herr der Blüten“ |
20.11.1997 | Prof. Dr. R. Prinzinger, Zoologisches Institut der Universität Frankfurt „Das Geheimnis des Alterns – vom Amselei zur Altersforschung“ |
| 20.11.1998 | Prof. Dr. D. Jauch, Direktor der Wilhelma Stuttgart „Zoo –Gestern und heute - wie sieht der Zoo der Zukunft aus?“ |
| 22.11.1999 | Prof. Dr. F. Westphal, Paläontologisches Institut der Universität Tübingen „Vom Jurameer zum Höhnisch – Erdgeschichte der Schwäbischen Alb“ |
| 20.11.2000 | Prof. Dr. J. Tautz, Lehrstuhl für Verhaltensphysiologie der Universität Würzburg „Wissensmanagement im Bienenvolk – von der Überlegenheit der Insekten“ |
20.11.2001 | Prof. Dr. E. Kalko, Zoologisches Institut der Universität Ulm Abt. Experimentelle Ökologie der Tiere "Die faszinierende Welt der Nacht – Einblicke in das Leben tropischer Fledermäuse" |
20.11.2002 | Prof. Dr. Werner Schmidt, „Neurobiologische Grundlagen der Sucht“Zum GEA-Artikel vom 22.11.02 |
20.11.2003 | Prof. Dr. Franz Oberwinkler, "Warum der Wald nicht ohne Pilze leben kann." |
22.11.2004 | Prof. Dr. Gregor Markl „Schwäbisch-badischer Vulkanismus“ zum Artikel im STB vom 24.11.04 |
21.11.2005 | Dr. Salim AlBabili "Golden Rice: Ein Mittel gegen Vitamin A-Mangel" |
20.11.2006 | Prof. Dr. Ewald Müller "Durch Wälder und Felder - den großen Mausohren auf der Spur" |
20.11.2007 | Ulrich Hasche "Eine Chance für die Zwerggans" |
20.11.2008 | Prof. Klaus Werner "Leben und Sterben der Sterne" |
15.01.2010 | Prof. Detlef Gronenborn, Mainz "Wind, Wetter und der Welten Lauf - Klimageschichte seit der Eiszeit und die Entstehung der Landwirtschaft" |
14.12.2010 | Prof. Nicholas Conard, Tübingen "Eiszeitkunst und Musik auf der Schwäbischen Alb" |
18.11.2011 | Prof. Wolfgang Frisch, Wien/Tübingen "Erdbeben und Tsunamis" |
20.11.2012 | Dr. Frieder Klein, Tübingen "Kelten am Albtrauf" |