Chemie ist, wenn es raucht und stinkt. Physik ist, wenn es nie gelingt.
(Volksmund)
Eine ganze Weile ist es schon her, dass sich unser Fachbereich zur Jahrtausendwende Y2K hin konstituiert hat und den ersten Physik-Leistungskurs zum Abitur 2000 führte. Viele Kurse sind seitdem gefolgt und entsprechend groß ist das Physikkollegium in der Zwischenzeit.
Auch wenn der Volksmund noch so unken mag, wir sind nach wie vor mit Eifer bei der Vermittlung des besten, grundlegendsten und einfachsten Fachs dabei!
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OBSOLETE:
Hier finden sie Informationen und Berichte aus dem Fachbereich Physik.
Frühjahr 2001
PHYSIK am Karl-von-Frisch Gymnasium PHYSIK vom 20. zum 21. Jahrhundert Unser Fachbereich hat sich konstituiert auf die Jahrtausendwende hin und den ersten Physik-Leistungskurs zum Abitur 2000 geführt. Dazu war als Erstes der Aufbau einer Physiksammlung nötig, die inzwischen auf einen Wert von rund 200000 DM gewachsen ist und im wesentlichen vollständig ist. Wir sind froh, dass der Verwaltungsverband der DuGoNe Gemeinden trotz knapper Kassen nicht knauserig war. Jedoch Physik für das 21. Jahrhundert ist teuer. Um die vorige Jahrhundertwende dürfte eine Universitäts-Physiksammlung nicht wesentlich mehr Geräte zur Verfügung gehabt haben als eine heutige Sammlung eines Gymnasiums. Im Deutschen Museum zu München kann man das am Experimentiertisch sehen, an dem Otto Hahn die Kernspaltung entdeckte. Oder: die revolutionären Arbeiten des jungen Einstein wurden von niemand gefördert; er war 1905 Beamter am Schweizer Patentamt in Bern. Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich dies vor allem in Folge der Kriegstechnik geändert. Während des 2.Weltkriegs waren fast alle Physiker mit Kriegs- (in den U.S.A. vor allem Kernwaffen-) Forschung beschäftigt. Sie verschlang riesige Summen, und sie holte die Physiker aus ihrem bisherigen Elfenbeinturm und „lehrte sie die Sünde kennen“ wie Julius R. Oppenheimer nach den ersten Kernwaffen-Explosionen formulierte. Doch auch reine Grundlagenforschung ist inzwischen sehr teuer. So kostet das europäische Teilchenforschungszentrum CERN in Genf pro Jahr rund 1 Milliarde DM (ca. 50 Schulneubauten). Die Ausgaben für die Erforschung der Kernfusion sind ähnlich hoch. Was mögen uns die Physik und die anderen Naturwissenschaften im 21. Jahrhundert bringen? Eine „schöne“ Theorie der Elementarteilchen und der Naturkräfte? Neue Möglichkeiten zur Energiegewinnung? Methoden, Kernwaffen unschädlich zu machen? Neue Werkstoffe? Neue Heilmittel? …. Was immer es auch sei, es wird sich die Frage stellen, ob wir in der Lage sind, mit den „Werkzeugen“, die uns neues Wissen in die Hand gibt, so umzugehen, dass sie sich segensreich auswirken. Dazu müssen wir Fähigkeiten entwickeln, die nicht aus der naturwissenschaftlichen Forschung von selbst kommen. Nicht umsonst suchten die Alten ihre Naturerkenntnis im „Stein der Weisen“, der Stoffe verwandeln und Heilmittel herzustellen gestattete. Den „Stein“ haben wir ein Stück weit gefunden, die „Weisheit“, ihn einzusetzen, müssen wir als Aufgabe begreifen, zu der nicht nur die Gesamtheit der Wissenschaften, sondern alle am öffentlichen Leben beteiligten Gruppen ihren Beitrag liefern müssen. Für die Schule wird das bedeuten, dass sich ihr ganzheitliches und fächerüber-greifendes Lernen und Erziehen zur Ehrfurcht vor allem Leben als Aufgabe stellt.
Jörg Breuninger.
Daniel Plasa