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        <title>KvFG - schulleben:karlvonfrischvortrag</title>
        <description>Dußlingen</description>
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            <title>kvf2001</title>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;die_faszinierende_welt_der_nacht_-_einblicke_in_das_leben_tropischer_fledermaeuse&quot;&gt;Die faszinierende Welt der Nacht - Einblicke in das Leben tropischer Fledermäuse&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Die faszinierende Welt der Nacht - Einblicke in das Leben tropischer Flederm\u00e4use&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;die_faszinierende_welt_der_nacht_-_einblicke_in_das_leben_tropischer_fledermaeuse&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-97&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_kalko_am_20112001&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Kalko am 20.11.2001&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Dr. Heinz Weigold schreibt in seiner Einladung:
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1995 hatte die Suche nach einem Namen für das 1991 gegründete Gymnasium auf dem Höhnisch Erfolg. Als Namenspatron wurde Karl von Frisch gewählt. Seither findet jedes Jahr um den 20. November, seinem Geburtstag, ein naturwissenschaftlicher Vortrag an unserer Schule mit dem Ziel statt, von einem renommierten Wissenschaftler ein Thema aus seinem Arbeitsgebiet so vortragen zu lassen, dass es eine breite interessierte Zuhörerschaft versteht. In diesem Jahr (2001) ist es uns gelungen, Frau Prof. Dr. Elisabeth Kalko zum Vortrag zu gewinnen. Sie ist eine der jüngsten Professorinnen der Zoologie und lehrt und forscht in der Abteilung „Experimentelle Ökologie der Tiere“ an der Universität Ulm. Sie wird über das Thema „Die faszinierende Welt der Nacht - Einblicke in das Leben tropischer Fledermäuse“ referieren. Dazu laden wir Sie recht herzlich ein. Der Vortrag findet statt am Dienstag, dem 20. November 2001, 19.00 Uhr, in der Aula unseres Gymnasiums.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Frau Prof. Kalko wird über die Vielfalt der Fledermäuse, die in den Tropen besonders hoch ist, berichten. In den tropischen Tieflandregenwäldern findet man bis zu hundert Arten. Dabei stellt sich die Frage, wie so viele Arten nebeneinander koexistieren können und welche Rollen sie im komplexen Gefüge tropischer Ökosysteme spielen. Frau Prof. Kalko bezieht sich bei der Beantwortung auf eigene Forschungsarbeiten und deren Ergebnisse, die sich aus vielen Freilanduntersuchungen mit technisch faszinierenden Versuchseinrichtungen ergaben. Sie entwickelte moderne Beobachtungstechniken mit Kombinationen von Infrarotvideo, Lautaufnahmen der Echoortungssignale und Telemetrie.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:fledermaus.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:fledermaus.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=250&amp;amp;tok=ba36e8&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:fledermaus.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Fledermaus&quot; alt=&quot;Fledermaus&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Sie möchte mit ihrem Vortrag an ausgewählten Beispielen Licht in das Dunkel des tropischen Regenwaldes bei Nacht bringen und mit Bild und Ton in die geheimnisvolle Welt dieser fliegenden Säugetiere einführen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ich denke, dass dieses Thema biologische Fachleute in gleicher Weise wie Schüler, Eltern, Lehrer und alle interessierten Bürger ansprechen und auch Verständnis für die Fledermäuse wecken wird.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wir würden uns über Ihr Kommen freuen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Auftrag des Fachbereiches Biologie am Karl-von-Frisch-Gymnasium &lt;br/&gt;

Dr. Weigold
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Frau Prof. Kalko schreibt zu ihrem Vortrag:
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._kalko.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._kalko.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=300&amp;amp;tok=a3758b&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._kalko.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Kalko&quot; alt=&quot;Prof. Kalko&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Mit nahezu 1000 Arten weltweit sind Fledermäuse neben den Nagern die artenreichste Gruppe der Säugetiere. Ihre Viefalt ist in den Tropen besonders hoch. Dort findet man in einigen tropischen Tieflandregenwäldern bis zu 100 Arten. Wie können so viele Arten miteinander koexistieren und welche Rollen spielen sie für das komplexe Gefüge tropischer Ökosysteme? Fledermäuse sind in faszinierender Weise an ihre nächtliche Lebensweise angepasst. Vielfalt in Form und Funktion ihrer Körpergestalt sowie ein komplexes Orientierungssystem (Echoortung) ermöglichen ihnen die Nutzung einer Vielzahl von Ressourcen. Als Prädatoren, Samenverbreiter und Bestäuber nehmen sie Schlüsselstellungen in tropischen Ökosystemen ein. Erst die Entwicklung moderner Beobachtungstechniken (Infrarotvideo, Lautaufnahmen der Echoortungssignale, Telemetrie) und erste Ergebnisse aus Langzeitstudien über Gemeinschaftsstruktur und -dynamik dieser vielfältigen und bisher nur wenig in ihrer Diversität untersuchten Tiergruppe ermöglichen es nun, erste Einblicke in die Bedeutung von Chiropteren für den Erhalt tropischer Vielfalt zu erhalten. In meinem Vortrag möchte ich an ausgewählten Beispielen Licht in das Dunkel des tropischen Regenwaldes bei Nacht bringen und mit Bild und Ton in die faszinierende Welt dieser fliegenden Säugetiere einführen.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Kalko am 20.11.2001&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_kalko_am_20112001&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;98-3946&amp;quot;} --&gt;
&lt;h3 class=&quot;sectionedit3&quot; id=&quot;artikel_im_schwaebischen_tagblatt_vom_23112001&quot;&gt;Artikel im Schwäbischen Tagblatt vom 23.11.2001&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;level3&quot;&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h4 id=&quot;fledermaeuse_zum_fest&quot;&gt;Fledermäuse zum Fest&lt;/h4&gt;
&lt;div class=&quot;level4&quot;&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Gymnasium feierte Karl von Frischs Geburtstag&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;DUSSLINGEN (sum). Wie jedes Jahr, wenn das Gymnasium auf dem Höhnisch den Geburtstag seines Namensgebers Karl von Frisch feiert, war die Aula proppenvoll. Die Ulmer Professorin Elisabeth Kalko berichtete am Dienstagabend über ihre Fledermaus-Forschungen in Panama.&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In den Tropen ist alles bunter und vielfältiger, so auch die Fledermäuse. Bringt es ganz Europa grade mal auf 30 Arten, so zählt man in dem 70 Quadratkilometer großen Forschungsgebiet in Panama über 70 Arten, und jedes Jahr kommen neue hinzu, erzählte Elisabeth Kalko. Es gibt gelbe und fuchsrote, geisterweiße oder im Baumrindenmuster getarnte Ausgaben. Manche haben Nasen wie Blätter, andere riesige Trichterohren. Einzelne Fledermausarten richten ihre Kinderstuben in Termitenbauten ein, manche bauen sich Zelte aus großen tropischen Baumblättern. Auch die Nahrungsgewohnheiten der Fledermäuse mit einem Gewicht von zwei bis 180 Gramm seien ganz unterschiedlich. Viele leben von Insekten, es gibt aber auch Arten, die sich ausschließlich von Früchten, Fischen und Fröschen ernähren. Und einige ganz wenige Arten saugen tatsächlich Blut, erklärte die Forscherin.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In feinen Japan-Netzen fing sie auf der Barro-Colorado-Insel die Nachttiere, um sie zu vermessen und von ihren hochfrequenten Lauten Ultraschallaufnahmen zu machen. In stark verlangsamter Form sind sie auch für Menschen wahrnehmbar und das Auditorium in der Aula konnte hören, wie unterschiedlich die Fledermaus-Schreie klingen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Um die Aktionsräume der Fledermäuse kennenzulernen, klebte Kalko den Tieren winzige Sender auf den Rücken. Durch diese Radiotelemetrie kam sie der Gildenstruktur der Fledermäuse auf die Spur. Die Froschfänger jagen in großem Umkreis, erzählte sie, die Insektenjäger dagegen bleiben innerhalb eines Zirkels von 200 Metern, die Wartejäger schließlich bewegen sich kaum von der Stelle „und schmeißen sich dann wie ein Regenschirm auf ihr Opfer“, sagte sie. Durch diese Nahrungs-Spezialisierung bleibe trotz enger Besiedelung das ökologische Gleichgewicht erhalten. Symbiotisch ergänzt werde dieses System durch ein entsprechendes Nahrungsangebot. Die grüne Tropenfeige etwa sondert nur bei Nacht einen starken Duft aus und lockt damit fruchtfressende Fledermäuse an, die anschließend für die Verbreitung der Feigen-Samen sorgen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In der Pause verkauften die Schulkinder ihre im Schulgarten gezogenen Produkte. Danach gab es Gelegenheit zur Diskussion, zum Beispiel darüber, ob man Fledermäuse dressieren kann. „Besonders die Blattnasen lernen unglaublich schnell“, bestätigte die Forscherin.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Artikel im Schw\u00e4bischen Tagblatt vom 23.11.2001&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;artikel_im_schwaebischen_tagblatt_vom_23112001&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:3,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;3947-6686&amp;quot;} --&gt;
&lt;h3 class=&quot;sectionedit4&quot; id=&quot;artikel_im_reutlinger_generalanzeiger_vom_22112001&quot;&gt;Artikel im Reutlinger Generalanzeiger vom 22.11.2001&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;level3&quot;&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h4 id=&quot;freunde_fuer_die_fledermaeuse&quot;&gt;Freunde für die Fledermäuse&lt;/h4&gt;
&lt;div class=&quot;level4&quot;&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Biologin Elisabeth Kalko beim Frisch-Tag des Gymnasiums auf dem Höhnisch&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;Gomaringen / Dußlingen. (mwm) Sie werden noch heute als unheimlich und schrecklich empfunden, haben gar etwas Mystisches an sich. Auf jeden Fall sind Fledermäuse aufregend und spannend für die Wissenschaft. Deshalb widmete ihnen in diesem Jahr das Karl-von-Frisch-Gymnasium den alljährlichen Abend zu Ehren des Namenspatrons. Zu Gast war eine der jüngsten Zoologinnen Deutschlands: Elisabeth Kalko von der Universität Ulm.&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
„Die Fledermaus braucht Freunde“, zitierte Rektor Heinz Weigold, der selbst Biologe ist, den Titel eines Kinderbuchs. „Ich hoffe“, fuhr er fort, „dass die Fledermäuse nach dem Vortrag viele Freunde haben werden.“
Bevor im Anschluss an der Vortrag noch Fragen an die Referentin gestellt werden konnten, gab es am Büfett eine kleine Stärkung: Baguettescheiben mit Camembert und Quiche Lorraine zum Essen, Cidre und französische Orangenlimonade zum Trinken. Der Erlös des Verkaufs kommt dem Austausch mit der französischen Partnerschule in Caen in der Normandie zu Gute. Die Biologie-AG der Schule bot in der Pause neben Postkarten auch Kartoffeln und Marmelade sowie getrockneten Lavendel aus dem Duftgarten des Gymnasiums zum Kauf an.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Elisabeth Kalko, die in Tübingen bei Professor Hans-Ulrich Schnitzler promoviert hat, war die erste Frau, die an dem seit 1995 veranstalteten Karl-von-Frisch-Tag im Gymnasium aus der Welt der biologischen Forschung berichtete. Dieser Tag wird jährlich am oder um den 20. November anlässlich des Geburtstags des Namenspatrons der Schule mit einem wissenschaftlichen Vortrag begangen, der ganz nach dem Wunsch des großen Biologen beitragen soll, Wissenschaft einem breiten Publikum verständlich zu machen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Seit zehn Jahren beschäftigt sich die Zoologin Elisabeth Kalko intensiv mit Fledermäusen. Sie lehrt und forscht in der Abteilung „Experimentelle Ökologie der Tiere“ an der Universität Ulm. Da es in den Tropen eine größere Artenvielfalt gibt, erforscht sie die Tiere auf einer kleinen, mit Regenwald bedeckten Insel in Panama. Das Smithsonian Tropical Research Institute Panama betreibt dort eine Forschungsstation.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auf der nur fünfzehn Quadratkilometer großen Insel leben 70 Fledermausarten. Gerade einmal zwei Gramm wiegt die kleinste unter ihnen und etwa 180 Gramm die größte. Ihre Namen klingen so eigenwillig wie die mit den Händen fliegenden Tiere auch aussehen: Vampirfledermaus, Blattnasenfledermaus und Bulldoggenfledermaus. Erstere wird dem düsteren Ruf gerecht: Sie ernährt sich ausschließlich von Wirbeltierblut.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zu den Feinden der Fledermäuse zählen Eulen, Schlangen, Affen und vor allem der Mensch. „Für Affen sind die unter Blätter hängenden Fledermäuse so etwas wie ein Sandwich“, erzählt die Biologin. Und von Menschen werden sie getötet, weil sie Tollwut übertragen können.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Artikel im Reutlinger Generalanzeiger vom 22.11.2001&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;artikel_im_reutlinger_generalanzeiger_vom_22112001&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:4,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;6687-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 15:44:20 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2002</title>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;wenn_im_kopf_ein_schalter_umgelegt_wird_-_neurobiologische_grundlagen_der_sucht&quot;&gt;Wenn im Kopf ein Schalter umgelegt wird - Neurobiologische Grundlagen der Sucht&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Wenn im Kopf ein Schalter umgelegt wird - Neurobiologische Grundlagen der Sucht&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;wenn_im_kopf_ein_schalter_umgelegt_wird_-_neurobiologische_grundlagen_der_sucht&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-95&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_schmidt_am_20112002&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Schmidt am 20.11.2002&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;Artikel im Reutlinger Generalanzeiger vom 22.11.2002&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Die Grundlagen von Sucht und Abhängigkeit: Aktionstag im Karl-von-Frisch-Gymnasium&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;Dußlingen/Gomaringen/Nehren. (ulp) Heuer bereits zum achten Mal feiert das Karl-von-Frisch-Gymnasium auf dem Dußlinger Höhnisch den Geburtstag seines Namenspatrons mit einem Aktionstag. Dabei befasste sich der Tübinger Neuropharmakologe Werner Schmidt mit den neurobiologischen Grundlagen der Sucht.&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._schmidt.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._schmidt.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=150&amp;amp;tok=6f09e7&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._schmidt.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag&quot; alt=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag&quot; width=&quot;150&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Publikum, das Direktor Heinz Weigold begrüßte, rekrutierte sich neben Bürgermeister Thomas Hölsch hauptsächlich aus Eltern, Lehrern und Wissenschaftlern der Uni Tübingen. Was vernünftig scheint, war der Abend doch für Jugendliche kaum geeignet. Um Schmidts (Bild rechts) Vortrag wirklich folgen zu können, war zumindest ein gewisses Grundwissen an medizinischem und biochemischen Vokabular Voraussetzung - die anwesenden Gäste zeigten sich aber nicht überfordert, sondern bewiesen im Diskussionsteil vielmehr ein gerüttelt Maß an Sachverstand. Der Konsum von Drogen ist unserer Spezies also nicht fremd. Zumal es auch Drogen gibt, die der Körper selbst produziert, etwa in lebensbedrohlichen Stress-Situationen, und die genau so süchtig machen können wie eingenommene Drogen. Trotzdem ist der Süchtige in unserer Gesellschaft stigmatisiert, entweder als charakterlich schwacher Schuldiger oder als bemitleidenswertes Opfer.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Dabei lässt psychische und körperliche Abhängigkeit von Suchtmitteln sich nach heutigem Stand der Wissenschaft mit den Mitteln der Neurobiologie relativ schlüssig erklären. Sucht wird von Körper und Psyche erlernt. Ab einem »Point of no Return«, also dem Punkt, von wo es nicht mehr zurück geht, wird im Kopf quasi ein Schalter umgelegt. Ein unwiderstehliches Verlangen löst dann den vorher noch kontrollierbaren Konsum von etwa wenigen Gläsern Wein ab.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Etliche im Körper ablaufende chemische Prozesse spielen hierbei eine Rolle. Selbst nach einem körperlichen Entzug bleibt der Mensch süchtig und muss starken Reizen widerstehen, um nicht rückfällig zu werden. Für Schmidt ist Sucht letztlich eine Krankheit, in der das Individuum nicht mehr selbst für sein Handeln verantwortlich gemacht werden kann. Allerdings könne es auch ein selbstgewählter Lebensstil sein.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Schmidt am 20.11.2002&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_schmidt_am_20112002&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;96-&amp;quot;} --&gt;</description>
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            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 15:19:18 +0000</pubDate>
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            <title>kvf2003</title>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;warum_der_wald_nicht_ohne_pilze_leben_kann&quot;&gt;Warum der Wald nicht ohne Pilze leben kann&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Warum der Wald nicht ohne Pilze leben kann&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;warum_der_wald_nicht_ohne_pilze_leben_kann&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-58&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_oberwinkler_am_20112003&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Oberwinkler am 20.11.2003&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
„Der Wald, die zweite Seele des Deutschen“, so begann Franz Oberwinkler seinen Vortrag am 20.11.2003. Steinpilze findet man immer im Wald, nie auf der Wiese. Als obligater Ektomykorrhizapilz (übrigens wie alle Röhrlinge) wächst er im Wurzeltellerbereich von Fichten. Sein Mycel wächst um die Wurzeln des Baumes herum und in die Zwischenräume der Zellen hinein. Dies vergrößert die Aufnahmefläche für Wasser, Mineralsalze und Spurenelemente beträchtlich. Im Gegenzug erhält der Pilz vom Baum insbesondere Kohlenhydrate, aber auch Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Kieferngewächse und buchenartige, also alle wichtigen Gehölze der nördlichen Hemisphäre, haben einen solchen Ektomykorrhizapilz, ohne den sie nicht lebensfähig wären. Die Gehölze der Tropen haben auch Wurzelpilze, die aber in die Zellen hinein wachsen (arbuskuläre Mykorrhizen).
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Aber Pilze leben nicht nur symbiontisch zum gegenseitigen Vorteil mit Gehölzen zusammen, sondern es gibt auch Parasiten wie den Hallimasch, den Wurzelschwamm oder den Zwetschgen-Feuerschwamm, die geschwächte Bäume befallen. Viele Pilze bauen auch abgestorbene Bäume oder Blätter ab (Destruenten) und verhindern, dass der Wald zu einem Holzlagerplatz wird.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Inzwischen hat man Fossilien mit solchen Mykorrhizen mit einem Alter von 460 Millionen Jahren gefunden. Das lässt vermuten, dass schon die ersten Landpflanzen zusammen mit den Pilzen das Land erobert haben.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Oberwinkler am 20.11.2003&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_oberwinkler_am_20112003&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;59-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 15:13:59 +0000</pubDate>
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            <title>kvf2004</title>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;pickel_auf_der_kruste_-_schwaebisch-badischer_vulkanismus&quot;&gt;&amp;quot;Pickel auf der Kruste&amp;quot; - Schwäbisch-badischer Vulkanismus&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;\&amp;quot;Pickel auf der Kruste\&amp;quot; - Schw\u00e4bisch-badischer Vulkanismus&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;pickel_auf_der_kruste_-_schwaebisch-badischer_vulkanismus&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-75&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_markl_am_22112004&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Markl am 22.11.2004&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;Schwäbisches Tagblatt vom 24.11.2004&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
DUSSLINGEN (jon). Pinatubo. Mount St. Helens. Vesuv. Solche Namen lösen Schrecken aus und erwecken zugleich höchstes Interesse. Über die Erdkruste sind immer noch tätige Vulkane verstreut. Im Steinlachtal gehören die Erdgewaltgesellen seit längerer Zeit nicht mehr zum landschaftlichen Erscheinungsbild. „Schwäbisch-badischer Vulkanismus“ hieß der Vortrag von Prof. Gregor Markl auf dem Höhnisch.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._markl.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._markl.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=300&amp;amp;tok=682dad&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._markl.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Bild aus der Ankündigung des Vortrags aus dem Schwäbischen Tagblatt vom 19.11.2004&quot; alt=&quot;Bild aus der Ankündigung des Vortrags aus dem Schwäbischen Tagblatt vom 19.11.2004&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Was da beim Karl-von-Frisch-Abend am Montag geboten wurde, erregte reges Wohlgefallen unter den Besuchern, die die Aula bis aufs letzte Eckplätzchen füllten. „Als ich studierte, wäre so ein Professor kaum denkbar gewesen„, sagte eine Mutter, die durch sein Auftreten die Uni-Angst der Schüler schwinden sah. Höchstes Lob für Gregor Markl, den mit 33 Jahren jüngsten Professor Tübingens, den Schulleiter Heinz Weigold als Redner bei einem „kleinen Jubiläum“ begrüßte, da zum zehnten Mal in Folge ein namhafter Wissenschaftler vors Publikum trat, um Aufschluss über sein Fachgebiet zu geben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Markl fühlte sich geradezu prädestiniert dazu, einer seiner Kollegen sei schließlich ein Großneffe des Naturforschers und seine Mutter habe mit einem seiner Söhne sogar einmal Kaffee getrunken.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Subduktionszonen. Plinianische Eruptionen. Phreatomagmatismus. Von einem wissenschaftlichen Vortrag lässt sich wohl eine ordentliche Portion Fachbegriffe erwarten. Samt begreifbarer Erklärungen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Für Markl sind Vulkane aber auch einfach eine Art Pickel auf der Erdkruste, die von Zeit zu Zeit ausgedrückt werden. Sein Vortrag war eine mit Witz angereicherte Mischung aus Abenteuererzählung, Reisebericht und Wissenschaftsgeschichte. Berufsberatung inklusive. Vulkanologe zu werden ist nicht unbedingt empfehlenswert. Auf der Skala der Gefährlichkeit der Berufe rangiert dieser Beruf noch vor den Helikopterpiloten. So berichtete er von einem Kollegen, der nächtens auf dem Stromboli einem Bedürfnis abhelfen wollte und dabei mit dem beturnschuhten Fuß in die heiße Masse geriet.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Markl führte in die verschiedenen Formen des Vulkanismus ein, sprang vom Ozeanboden nach Tansania, von den Philippinen in die Landschaft der Eifeler Maare, blieb aber weitgehend heimatbezogen im Hegau, am Kaiserstuhl und natürlich auf der Alb. Er unterrichtete über die thermischen Anomalien unter Bad Urach und klärte die Frage, ob sie mit dem Meteoriteneinschlag beim heutigen Nördlingen zu tun hätten. Die Schwäbische Alb ist „durchkäst“ von Tuffschloten, eine Folge des paläozoischen Magmatismus, der sich aber seinerzeit „relativ unspektakulär“ vollzog. Im Gegensatz steht der Vesuv, der heute noch die Millionenstadt Neapel bedroht, nachdem schon der Geschichtsschreiber Plinius seine Eruptionen eingehend beschrieben hatte.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Professor führte auch ein klein wenig in die geowissenschaftiche Analytik ein, wie sie an seinem  Institut betrieben werd, umfangreiches Kartenmaterial und viele Bilder begleiteten seinen freien Vortrag, von den Gipsabgüssen aus Pompeji bis zu spektakulären Aufnahmen heißer Staub-Asche-Wolken.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In der Pause boten die Schüler der achten Klassen Quiche, Cidre und französischen Rotwein an, um ihren Frankreichaufenthalt finanzieren zu können. Im Verein mit einem Spendenkorb brachte man hilfreich Summen zusammen. Die Besucher widmeten sich der Besichtigung der Ausstellungen von Garten-AG und Bienen-AG und ein Quiz gab es auch. Danach entwickelte sich noch eine muntere Fragerunde samt Markl&amp;#039;scher Präsentation weiterführender Literatur. Nach zwei Stunden Vulkanologie strömte die wissenserweiterte Menge hinaus in die kalte Nacht. Überm Albtrauf war kein magmatischer Feuerschein zu sehen. Naja, das hätte auch das Maß gesprengt.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Markl am 22.11.2004&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_markl_am_22112004&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;76-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 15:12:14 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2005</title>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;golden_riceein_mittel_gegen_vitamin-a-mangel&quot;&gt;Golden Rice: Ein Mittel gegen Vitamin-A-Mangel&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
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&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_albabili_am_21112005&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. AlBabili am 21.11.2005&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Vitamin-A-Mangel (Vitamin A Deficiency, VAD) ist ein weitverbreitetes Ernährungsproblem, das 118 Länder. WHO-Schätzungen zufolge leiden 100 bis 140 Millionen Kinder unter VAD. VAD führt neben der Beeinträchtigung der Sehkraft zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Kinderkrankheiten wie Diarrhöe und Masern. Dieser Mangel tritt besonders in Ländern auf, in denen geschälter, Provitamin-A-freier (Carotin-freier) Reis das Hauptnahrungsmittel darstellt (linke Bildseite).
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:golden_rice.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:golden_rice.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=33650e&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:golden_rice.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Golden Rice&quot; alt=&quot;Golden Rice&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Es wurden verschiedene Strategien entwickelt, um diesem Problem zu begegnen. Eine moderne und vielversprechende Strategie stellt die Biofortifizierung dar. Biofortifizierung bedeutet, dass man die biosynthetischen Kapazitäten einer Pflanze ausnutzt, um ihren Gehalt an dem gewünschten Nährstoff zu steigern. Wir verfolgten diese Strategie und konnten mittels Gentechnik eine Reissorte produzieren, die in der Lage ist, ß-carotin (Provitamin A) im essbaren Teil vom Reiskorn (Endosperm) zu synthetisieren. Aufgrund der Farbe der erhaltenen Körner wurde dieser Reis als Golden Rice bezeichnet (rechte Bildseite). Die Anwendung von Gentechnik war hier notwendig, da keine Reisvarietät bekannt ist, die ß-Carotin im Endosperm enthält und die in klassische Züchtung eingesetzt werden kann.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Doch um die Entwicklung von Golden Rice nachvollziehen zu können, ist ein kleiner Ausflug in die Carotinoid-Biosynthese unentbehrlich. Carotinoide gehören der Stoffklasse der Isoprenoide an und werden durch Kondensationen einer C5-Einheit gebildet. Aus solchen C5-Einheiten wird das Carotin Phytoen gebildet. Um aus Phytoen Provitamin A herzustellen, werden drei pflanzliche Enzyme oder alternativ zwei bakterielle benötigt, die über das Carotin Lycopin (rote Farbe der Tomate!) ß-Carotin synthetisieren. Zwar werden Carotinoide in Reis gebildet, jedoch nicht im Endosperm. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass Reisendosperm die direkte Vorstufe von Phytoen beinhaltet. Dies bedeutet, dass für die Herstellung von ß-Carotin im Endosperm drei Enzyme eingeführt werden müssen: die Phytoen-Synthase, die aus der vorhandenen Vorstufe Phytoen synthetisiert; eine Deasturase, die Phytoen in Lycopin umwandelt und schließlich eine Lycopin-ß-Cyclase, die Lycopin zu ß-Carotin cylisiert.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Es wurden zwei Transformationen durchgeführt. In der ersten haben wir die Gene für die Phytoen-Synthase, die Lycopin-ß-Cyclase, beides aus der Narzisse, und die bakterielle Phytoen-Desaturase CrtI eingeschleust. Dieser Ansatz sollte zur Akkumulierung von ß-Carotin führen. In einem Kontrollexperiment haben wir nur die Gene für die Phytoen-Synthase und die bakterielle Phytoen-Desaturase CrtI transformiert. In diesem Fall war zu erwarten, dass das Endosperm die rote ß-Carotin-Vorstufe Lycopin akkumuliert. Die anschließenden Analysen zeigten jedoch, dass das Reisendosperm in beiden Fällen und wider Erwarten ß-Carotin sowie weitere Carotinoide (Xanthophylle) akkumulierte. Auf der einen Seite war dieses Resultat positiv, da wir an unserem Ziel waren. Auf der anderen Seite stellte sich natürlich die Frage, ob wir durch die Einführung des bakteriellen Gens unbeabsichtigte Effekte (z.B. eine Induktion der internen Lycopin-ß-Cyclase) verursacht haben. Um dies zu überprüfen, wurde die Expression der entsprechenden Gene im Endosperm vom Wildtyp und von verschiedenen transgenen Linien untersucht. Es zeigte sich, dass diese Gene bereits im Wildtyp-Endosperm exprimiert sind und dass die Einführung des CrtI-Gens nicht zu einer Dysregulation der Expression im Endosperm geführt hat.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Bildung von Xanthophyllen und ß-Carotin war eines der Argumente, die gegen das Projekt Golden Rice verwendet wurden. Mit der Klärung der Ursachen ist das Vorkommen dieser Carotinoide kein „unintended effect“ mehr. Das zweite Argument betrifft den Selektionsmarker. In den genannten Experimenten wurde ein Hygromycin-Resistenzgen zur Selektion transformierter Pflanzen eingesetzt. Deswegen haben wir in den darauffolgenden Golden Rice Generationen einen anderen Selektionsmarker verwendet, der keine Antibiotika-Resistenz verleiht. Ein weiterer kontroverser Punkt ist die im Golden Rice enthaltene Menge an ß-Carotin. Der Prototyp Golden Rice enthält in den besten Linien ca. 1,6 µg/g Gesamtcarotinoid. Diese Menge erscheint tatsächlich niedrig. Jedoch konnten unsere Kooperationspartner diese Menge um ungefähr das 23-fache steigern. Dieser sogenannte Golden Rice 2 verspricht ein effektives Mittel gegen VAD zu sein.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Projekt Golden Rice wurde anfänglich von der gemeinnützigen Rockefeller Foundation finanziert. Weitere Finanzierung war später erforderlich und wurde durch ein EU-Konsortium bereitgestellt. Im Gegensatz zu Projekten der Rockefeller Foundation sind EU-Projekte nicht gemeinnützig. In jedem Konsortium ist ein Industriepartner beteiligt, dem nicht exklusive Rechte auf die Resultate zustehen. In unserem Fall war der Industriepartner die Firma Astra Zeneca, die spätere Syngenta. Nun war unser Ziel, den Golden Rice an die Bauern in den betroffenen Gegenden und nicht an Syngenta weiterzugeben. Aus diesen komplizierten Verhältnissen heraus wurde ein Modell für eine Zusammenarbeit und für die Weitergabe entwickelt. Danach wird das Projekt auf zwei Schienen weitergeführt. Die Firma Syngenta verfügt über die Lizenz, den Golden Rice weiterzuentwickeln und kommerziell zu vermarkten. Für die gemeinnützige Schiene wurde ein Humanitirian Board gegründet, das neben den Erfindern aus Mitgliedern verschiedener internationaler Institute besteht. Das Humanitirian Board gibt den Golden Rice ohne Lizenzgebühren an jeden Bauern in den betroffenen Regionen, dessen Gesamtertrag eine Grenze von 10000 $ nicht übersteigt. Ein hervorragendes Resultat dieser Private-Public-Partnership ist die Entwicklung von Golden Rice 2, die von Mitarbeitern der Firma Syngenta erzielt wurde.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Prinzip der Biofortifizierung wird inzwischen auf weitere Nutzpflanzen angewandt. Dies erfolgt im Rahmen des internationalen Harvest-Plus-Programms.
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;

&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Weitere Informationen unter:&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.goldenrice.org&quot; class=&quot;urlextern&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;http://www.goldenrice.org&quot; rel=&quot;ugc nofollow noopener&quot;&gt;http://www.goldenrice.org&lt;/a&gt; &lt;br/&gt;

&lt;a href=&quot;http://www.harvestplus.org&quot; class=&quot;urlextern&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;http://www.harvestplus.org&quot; rel=&quot;ugc nofollow noopener&quot;&gt;http://www.harvestplus.org&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. AlBabili am 21.11.2005&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_albabili_am_21112005&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;63-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 15:08:10 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2006</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2006&amp;rev=1633878040</link>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;durch_waelder_und_felder_-_den_grossen_mausohren_auf_der_spur&quot;&gt;Durch Wälder und Felder - den großen Mausohren auf der Spur&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Durch W\u00e4lder und Felder - den gro\u00dfen Mausohren auf der Spur&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;durch_waelder_und_felder_-_den_grossen_mausohren_auf_der_spur&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-77&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_dr_ewald_mueller_am_20112006&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Dr. Ewald Müller am 20.11.2006&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._mueller_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._mueller_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=200&amp;amp;tok=70f8b9&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._mueller_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Dr. Ewald Müller&quot; alt=&quot;Prof. Dr. Ewald Müller&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
Als Vorsitzender der Vereinigung zum Schutz der Fledermäuse war es Herrn Prof. Müller ein Anliegen, auf die Bedrohung dieser heimischen Säugetiere hinzuweisen. Sämtliche Fledermausarten sind bedroht und stehen auf der roten Liste. Dabei wies er eindrücklich auf den Zusammenhang zwischen Lebensraumschutz und Artenschutz hin. Die Ansprüche der Fledermäuse an ihren Lebensraum kann man nach drei Aspekten unterteilen: geeignete Sommerquartiere, geeignete Winterquartiere und nahrungsreiche Jagdhabitate.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im weiteren Verlauf des Vortrags ging er auf die wissenschaftliche Untersuchung dreier lokaler Mausohr-Fledermauskolonien in Tübingen (650 Tiere), Entringen (300 Tiere) und Gültstein (200 Tiere) ein. Das große Mausohr ist die häufigste Art in Baden-Württemberg.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Um herauszufinden, wo und zu welcher Jahreszeit die Tiere jagen, wurden ihnen Sender angeklebt und ihre Ortsbewegungen telemetrisch erfasst. Interessantes Ergebnis war, dass sie im Frühsommer eher im Wald, später dann auf Wiesen und Feldern jagen. &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._mueller_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._mueller_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=250&amp;amp;tok=1bcfdb&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._mueller_2.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Fledermaus&quot; alt=&quot;Fledermaus&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Ihre Jagdgebiete haben eine Größe von 16-105 ha. Aus der Untersuchung ihrer Kotpellets konnte festgestellt werden, dass ihre Nahrung zu 80 % aus Laufkäfern besteht, die sie durch normale Laute, nicht durch Ultraschall orten. Ein Mausohr frisst dabei in einer Nacht etwa 10 bis 15 g, das entspricht etwa ihrem halben Körpergewicht und 30 bis 40 Laufkäfern. Auch die Verwandtschaftsverhältnisse wurden durch die Wissenschaftler untersucht. Dazu wurde die mitochondriale DNA der Tiere miteinander verglichen. Dabei ergaben sich keine nennenswerten Unterschiede der drei Kolonien, was mit einem regen Austausch der Kolonien untereinander erklärt werden könnte.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Dr. Ewald M\u00fcller am 20.11.2006&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_dr_ewald_mueller_am_20112006&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;78-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 15:00:40 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2007</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2007&amp;rev=1633877777</link>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;eine_chance_fuer_die_zwerggans&quot;&gt;Eine Chance für die Zwerggans&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Eine Chance f\u00fcr die Zwerggans&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;eine_chance_fuer_die_zwerggans&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-46&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_ulrich_hasche_am_20112007&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Ulrich Hasche am 20.11.2007&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:zwerggans_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:zwerggans_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=5f7df9&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:zwerggans_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Zwerggans&quot; alt=&quot;Zwerggans&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
Zwerggänse gehören zu den grauen Gänsen, sind aber etwas kleiner als die bekannteren Graugänse. Auch ihr gelber Augenring und die größere Blässe am Schnabelgrund unterscheidet sie von diesen. Jedes Jahr wird die Zahl der in Nordeuropa brütenden Zwerggänse kleiner. Der Bestand ist in Skandinavien auf etwa 30 Brutpaare zusammengeschmolzen. Hauptursache ist die hohe Abschussquote in Russland und anliegenden Staaten auf ihrer Reise nach Süden in die Winterquartiere.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zwerggänse erlernen ihre Zugroute von ihren Eltern. So entstand die Idee, die Gänse auf Menschen und Ultraleichtflugzeuge zu prägen. Auf diese Weise sollte ihnen dann eine sichere Flugroute in ein neues Winterquartier gezeigt werden. Vorversuche waren erfolgreich. Im rechten Bild kann man ein solches Ultraleichtflugzeug erkennen, das auch wassergängig ist.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:zwerggans_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:zwerggans_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=ba0e65&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:zwerggans_2.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Eine Chance für die Zwerggans&quot; alt=&quot;Eine Chance für die Zwerggans&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:zwerggans_3.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:zwerggans_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=a90ede&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:zwerggans_3.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Eine Chance für die Zwerggans&quot; alt=&quot;Eine Chance für die Zwerggans&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Einige naturschützerisch interessierte Hobbypiloten investieren viel Freizeit und Geld, um den Zwerggänsen eine neue Chance zu geben. Leider gibt es auch Widerstand und so konnte beim Projekt noch nicht die Hauptphase eingeleitet werden.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Ulrich Hasche am 20.11.2007&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_ulrich_hasche_am_20112007&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;47-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 14:56:17 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2008</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2008&amp;rev=1633877297</link>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;leben_und_sterben_der_sterne&quot;&gt;Leben und Sterben der Sterne&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Leben und Sterben der Sterne&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;leben_und_sterben_der_sterne&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-44&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_klaus_werner_am_20112008&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Klaus Werner am 20.11.2008&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
In einem sehr interessanten und gut verständlichen Vortrag erläuterte Prof. Werner diese Thematik. Dabei vertiefte er folgende Aussagen:
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._werner_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._werner_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=250&amp;amp;tok=6993ed&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._werner_1.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Werner&quot; alt=&quot;Prof. Werner&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Sterne haben über kurz oder lang Energieprobleme.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Sterne leuchten nicht ewig, z.B. leuchtet unsere Sonne 10 Milliarden Jahre.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; „Leichte“ Sterne wie die Sonne verglühen zu weißen Zwergen.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; „Schwere“ Sterne explodieren am Ende ihres Lebens (Supernova); zurück bleibt ein Neutronenstern oder ein schwarzes Loch.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Sehr schwere Sterne werden komplett zerstört. Es bleibt kein Überrest.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
&lt;br/&gt;

&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._werner_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._werner_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=250&amp;amp;tok=8b8181&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._werner_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag &amp;quot;Leben und Sterben der Sterne&amp;quot;&quot; alt=&quot;Vortrag &amp;quot;Leben und Sterben der Sterne&amp;quot;&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._werner_3.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._werner_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=250&amp;amp;tok=9d9296&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._werner_3.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;&amp;quot;Leben und Sterben der Sterne&amp;quot;&quot; alt=&quot;&amp;quot;Leben und Sterben der Sterne&amp;quot;&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._werner_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._werner_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=250&amp;amp;tok=5f2a05&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._werner_2.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;&amp;quot;Leben und Sterben der Sterne&amp;quot;&quot; alt=&quot;&amp;quot;Leben und Sterben der Sterne&amp;quot;&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;

&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._werner_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._werner_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=250&amp;amp;tok=7cf4f0&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._werner_2.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Werner und Hr. Gugel&quot; alt=&quot;Prof. Werner und Hr. Gugel&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Klaus Werner am 20.11.2008&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_klaus_werner_am_20112008&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;45-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 14:48:17 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2009</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2009&amp;rev=1633876419</link>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;wind_wetter_und_der_welten_lauf_-_klimageschichte_seit_der_eiszeit_und_die_entstehung_der_landwirtschaft&quot;&gt;Wind, Wetter und der Welten Lauf - Klimageschichte seit der Eiszeit und die Entstehung der Landwirtschaft&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Wind, Wetter und der Welten Lauf - Klimageschichte seit der Eiszeit und die Entstehung der Landwirtschaft&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;wind_wetter_und_der_welten_lauf_-_klimageschichte_seit_der_eiszeit_und_die_entstehung_der_landwirtschaft&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-121&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_gronenborn_am_1512010&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Gronenborn am 15.1.2010&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._gronenborn.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._gronenborn.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=200&amp;amp;tok=9520a1&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._gronenborn.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Gronenborn&quot; alt=&quot;Prof. Gronenborn&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Die Jungsteinzeit stellte in der Geschichte der Menschheit eine entscheidende Umbruchphase dar. Vor etwa 12000 Jahren begannen Menschen im Nahen Osten, Wildgräser zur Ergänzung ihrer Ernährung zu kultivieren. Auch Schafe, Ziegen und Rinder wurden als Haustiere gehalten. Mit der Sesshaftigkeit und der Produktion lagerbarer Nahrungsmittel veränderten sich die ökonomischen Grundlagen der Gesellschaft einschneidend.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Prof. Gronenborn zeigte eindrücklich, dass sich diese Entwicklung in deutlichem Zusammenhang mit klimatischen Veränderungen ereignete. Vom „Fruchtbaren Halbmond“, der sich von Palästina über Syrien und Südanatolien bis ins Zweistromland erstreckt, breiteten sich Menschen mit diesem Wissen Richtung Europa, aber auch nach Asien und Nordafrika aus. Auch auf diese Ausbreitungswege der frühen landwirtschaftlichen Kultur hatten das Klima und seine Schwankungen nachvollziehbare Auswirkungen.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Gronenborn am 15.1.2010&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_gronenborn_am_1512010&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;122-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 14:33:39 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2010</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2010&amp;rev=1633876202</link>
            <description>
&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;eiszeitkunst_und_musik_auf_der_schwaebischen_alb&quot;&gt;Eiszeitkunst und Musik auf der Schwäbischen Alb&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Eiszeitkunst und Musik auf der Schw\u00e4bischen Alb&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;eiszeitkunst_und_musik_auf_der_schwaebischen_alb&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-64&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_conard_am_14122010&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Conard am 14.12.2010&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._conard_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._conard_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=300&amp;amp;tok=ac9b40&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._conard_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Conard&quot; alt=&quot;Prof. Conard&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Nach der Entstehung des anatomisch modernen Menschen vor etwa 200 000 Jahren in Ostafrika vergingen weitere 160 000 Jahre, bis die ersten figürlichen Kunstgegenstände und Musikinstrumente entstanden sind. Zumindest ist das unsere heutige Fundlage. Und diese kleinen Kunstwerke aus Elfenbein fand man ausgerechnet in Baden-Württemberg auf der Schwäbischen Alb. Darunter auch eine „Venus“-Darstellung ohne Kopf, die möglicherweise als Anhänger diente. Schon auf der bis dato ältesten Flöte der Menschheit – aus einem Gänsegeierunterarmknochen gefertigt – lassen sich die meisten gängigen Lieder unserer Zeit spielen. Die damalige Musik scheint der heutigen schon sehr ähnlich gewesen zu sein.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._conard_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._conard_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=300&amp;amp;tok=3ac700&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._conard_2.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Conard&quot; alt=&quot;Prof. Conard&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;

&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._conard_3.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._conard_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=300&amp;amp;tok=4732b1&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._conard_3.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Conard&quot; alt=&quot;Prof. Conard&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Conard am 14.12.2010&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_conard_am_14122010&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;65-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 14:30:02 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2011</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2011&amp;rev=1633875803</link>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;erdbeben_und_tsunamis_-_ursachen_und_vorhersehbarkeit&quot;&gt;Erdbeben und Tsunamis - Ursachen und Vorhersehbarkeit&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Erdbeben und Tsunamis - Ursachen und Vorhersehbarkeit&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;erdbeben_und_tsunamis_-_ursachen_und_vorhersehbarkeit&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-69&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_frisch_am_18112011&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Frisch am 18.11.2011&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Den Festvortrag anlässlich des 20-jährigen Jubiläums hielt am 18.11.2011 der bekannte Geowissenschaftler Prof. Wolfgang Frisch, ein Großneffe des Namensgebers unseres Gymnasiums.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im ersten Teil seines Vortrags ging er darauf ein, was heute in der Wissenschaft über Plattentektonik und Konvektionsströme im Erdmantel bekannt ist.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Dann machte er klar, dass die Beben in unserer Region nicht vom Zollerngraben ausgelöst werden, sondern von einer senkrecht dazu verlaufenden Störung, die etwa 10 km unterhalb des Zollerngrabens angesiedelt ist.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Den Bau von Atomkraftwerken an der Ostküste Japans bezeichnete er als grob fahrlässig, die dort entstandenen Probleme waren für ihn vorhersehbar. Etwa 150 Besucher erlebten einen hochqualifizierten und trotzdem gut verständlichen Vortrag, ganz im Sinne seines Großonkels.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._frisch_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._frisch_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=300&amp;amp;tok=c3444c&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._frisch_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Prof. Frisch&quot; alt=&quot;Vortrag von Prof. Frisch&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._frisch_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._frisch_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=250&amp;amp;tok=6e8f2c&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._frisch_2.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Frisch&quot; alt=&quot;Prof. Frisch&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Frisch am 18.11.2011&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_frisch_am_18112011&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;70-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 14:23:23 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2012</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2012&amp;rev=1633875267</link>
            <description>
&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;kelten_am_albtrauf&quot;&gt;Kelten am Albtrauf&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Kelten am Albtrauf&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;kelten_am_albtrauf&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-34&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_klein_am_20112012&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. Klein am 20.11.2012&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
„Die Kelten sind nicht nur gestorben und haben Grabhügel hinterlassen, die Kelten haben vorher auch gelebt!“ Mit dieser Aussage war der Archäologe Dr. Frieder Klein am 20.11.2012 im Rahmen des diesjährigen Karl-von-Frisch-Vortrags den Siedlungsspuren der Kelten im Bereich des Albtraufs auf der Spur. In einem an Regionalbeispielen reichen Vortrag stellte Herr Dr. Klein diverse Fundstellen von keltischen Grabhügeln und Siedlungen aus der Hallstatt- und der 
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:f._klein_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:f._klein_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=300&amp;amp;tok=4f3464&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:f._klein_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Dr. Frieder Klein&quot; alt=&quot;Dr. Frieder Klein&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
La-Tène-Zeit vor, wie die Heuneburg, den Burrenhof bei Graben-stetten oder die Viereckschanze bei Mössingen-Belsen. Aus den Ergebnissen seiner eigenen Ausgra-bungserfahrungen entkräftete er die in der Fachwelt lange Zeit geltende Vermutung, dass keltische Viereckschanzen Heiligtümer oder Kultstätten seien. Wahrscheinlich waren die Viereckschanzen einfach nur gehobene Hofanlagen. Weitere keltische Siedlungen sind auf Erhebungen des Albvorlands wie der Achalm, dem Runden Berg bei Bad Urach und dem Plettenberg bekannt. Diese Ansiedlungen waren Rückzugsräume der Kelten, von denen aus das Umland gut zu überblicken war. Sie richteten sich aber vorwiegend an vorhandenen Handels-wegen aus, die auch für die Eisen herstellenden Kelten aufgrund der Verkaufsmöglichkeiten von großer Bedeutung waren. Generell sind die keltischen Siedlungsreste schwierig zu finden, da man ein geschultes Auge haben muss und noch viele spannende Stellen im Bereich des Albtraufs, wie z.B. große Teile des Heidengrabens, auf eine Ausgrabung warten. „Es steckt noch viel Unentdecktes im Boden“, versicherte Dr. Frieder Klein.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Grabstellen der Kelten sind aufgrund ihrer Hügelform viel leichter aufzufinden, auch wenn viele davon aufgrund lange anhaltender landwirt-schaftlicher Nutzung „unter dem Einfluss des Pfluges verschwinden“ bzw. zerstört wurden. Im Wald sind sie besser erhalten. Auch hier drängen sich Fragen auf: Wer wurde eigentlich unter einem Grabhügel beerdigt? Bekam bei den Kelten jeder Verstorbene eine derartige Grabstelle? Folgte deren räumliche Anordnung einer Systematik? Den lokalen Bezug stellt hier der nur einige hundert Meter vom KvFG entfernte Grabhügel in Dußlingen („Auf dem Eichenbuckel“) dar, der von der Lehlestraße angeschnitten ist und aufgrund der gefundenen Grabbeigaben eindeutig als Fürstengrab eingestuft werden kann.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Abschließend zeichnete Frieder Klein ein Keltenbild aus der Sicht der Römer. Diese mussten die Kelten einfach nur als „Barbaren“ wahrgenommen haben, denn ihre überlieferte Beschreibung kennzeichnet die Kelten als „Oberlippenbart tragende, blonde Kampfsüchtige“ und „wenig intelligente Halbnackte“.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:f._klein_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:f._klein_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=0d24f4&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:f._klein_2.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2012&quot; alt=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2012&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:f._klein_3.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:f._klein_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=129a36&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:f._klein_3.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2012&quot; alt=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2012&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. Klein am 20.11.2012&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_klein_am_20112012&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;35-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 14:14:27 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2013</title>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;bodenerosion_die_unterschaetzte_gefahrwarum_wir_den_boden_unter_unseren_fuessen_verlieren&quot;&gt;Bodenerosion – die unterschätzte Gefahr: Warum wir den Boden unter unseren Füßen verlieren&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Bodenerosion \u2013 die untersch\u00e4tzte Gefahr: Warum wir den Boden unter unseren F\u00fc\u00dfen verlieren&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;bodenerosion_die_unterschaetzte_gefahrwarum_wir_den_boden_unter_unseren_fuessen_verlieren&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-111&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_scholten_am_20112013&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Scholten am 20.11.2013&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
„Bodenerosion ist für die meisten Menschen kein alltägliches Problem und doch ist es das größte Umweltproblem der Erde!“, 
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_bodenerosion.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_bodenerosion.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=b486aa&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_bodenerosion.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2013&quot; alt=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2013&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
so Professor Dr. Thomas Scholten vom Geographischen Institut der Universität Tübingen, der in diesem Jahr Ende November auf dem Höhnisch den Karl-von-Frisch-Vortrag hielt. Der gut besuchte und für die Zuhörer sehr verständlich gehaltene Vortrag stand ganz in der Tradition unseres Namensgebers Karl von Frisch, wissenschaftliche Inhalte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Sein Thema lautete: „Bodenerosion – die unterschätzte Gefahr: Warum wir den Boden unter unseren Füßen verlieren“. Der ausgewiesene Bodenkundler Prof. Scholten erläuterte dabei zunächst die Rahmenbedingungen der Bodenerosion: Der Bodenabtrag ist deutlich höher als die Bodenneubildung – ein irreversibler Prozess.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
So steht bei einem Boden, auf dem zum Beispiel Mais angebaut wird, einem Zentimeter Bodenneubildung in 500 Jahren ein Zentimeter Abtrag in nur 20 Jahren gegenüber! Der tolerierbare Bodenabtrag wird somit weit überschritten, was vor allem bei landwirtschaftlicher Nutzung sowie im Hochgebirge der Fall ist.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._scholten_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._scholten_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=9a74ea&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._scholten_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Scholten&quot; alt=&quot;Prof. Scholten&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
Ein Problem ist zudem die weltweit steigende Bevölkerungszahl, wodurch pro Person weniger Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche zur Verfügung stehen, obwohl der Bedarf nach Landwirtschaftsfläche steigt. Da Boden nicht vermehrbar ist, muss also die Effektivität gesteigert werden. Außerdem führt die veränderte menschliche Ernährung mit einem verstärkten Fleischkonsum sowie einer größeren Gesamtkalorienaufnahme zu einem erhöhten Bodenbedarf.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nicht zuletzt der Klimawandel führt zu veränderter Niederschlagsverteilung und einer prognostizierten Zunahme von Extremereignissen, die die Bodenerosion durch Wasser und Wind steigern. Besonders gefährdet sind Regionen mit starkem Gefälle und heftigen Niederschlägen sowie Gebiete mit nicht 
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._scholten_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._scholten_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=6f7180&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._scholten_2.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Scholten beim Karl-von-Frisch-Vortrag&quot; alt=&quot;Prof. Scholten beim Karl-von-Frisch-Vortrag&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
angepasster landwirtschaftlicher Nutzung. Maßgeblich für die Erosion sind die Größe der Wassertropfen und deren Geschwindigkeit sowie die Bodenfeuchte (eine mittlere Bodenfeuchte bietet die größte Bodenstabilität).
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Aufgrund des schleichenden und kontinuierlichen Prozesses, der zudem weltweit zu beobachten ist, erlangt das Thema Bodenerosion globale Relevanz und stellt dadurch als größtes Umweltproblem eine reale Bedrohung für die Menschen dar.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Abschließend stellte Herr Prof. Scholten mehrere der Bodenerosion entgegen wirkende Maßnahmen vor. Ferner ging er auf den Boden als Kohlenstoffspeicher ein: Da der Boden ein Speicher von relevanter Größe ist, kann er Gase, die das Klima verändern, im Boden zurückhalten. Kohlenstoff ist bei verstärkter Bodenerosion aber schnell verfügbar, kann in die Atmosphäre gelangen und dort zu den unerwünschten Wirkungen führen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=0eaf41&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verkauf der Bienen-AG nach dem Karl-von-Frisch-Vortrag&quot; alt=&quot;Verkauf der Bienen-AG nach dem Karl-von-Frisch-Vortrag&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=1e19f7&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_2.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Bewirtung durch die Garten-AG nach dem Karl-von-Frisch-Vortrag&quot; alt=&quot;Bewirtung durch die Garten-AG nach dem Karl-von-Frisch-Vortrag&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:bericht_im_st_am_30.11.2013_ueber_den_karl-von-frisch-vortrag.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:bericht_im_st_am_30.11.2013_ueber_den_karl-von-frisch-vortrag.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=956f9d&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:bericht_im_st_am_30.11.2013_ueber_den_karl-von-frisch-vortrag.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Bericht im Schwäbischen Tagblatt am 30.11.2013&quot; alt=&quot;Bericht im Schwäbischen Tagblatt am 30.11.2013&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._scholten_4.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._scholten_4.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=6d6a82&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._scholten_4.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2013&quot; alt=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2013&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Scholten am 20.11.2013&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_scholten_am_20112013&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;112-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 14:08:44 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2014</title>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;domestikationdie_entstehung_der_tierhaltung_-_eine_unendliche_geschichte&quot;&gt;Domestikation: Die Entstehung der Tierhaltung - eine unendliche Geschichte&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Domestikation: Die Entstehung der Tierhaltung - eine unendliche Geschichte&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;domestikationdie_entstehung_der_tierhaltung_-_eine_unendliche_geschichte&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-90&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_uerpmann_am_20112014&quot;&gt;20. Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Uerpmann am 20.11.2014&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Die Domestikation bislang wild lebender Tiere bedeutete mehr Freiheit des Menschen und den Beginn eines neuen Abschnitts in der Menschheitsgeschichte, nämlich den Übergang zwischen dem Paläolithikum und dem Neolithikum. So &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._uerpmann_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._uerpmann_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=361b7f&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._uerpmann_1.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2014&quot; alt=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2014&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
wurde gleich zu Beginn klar, wie „epochal“ das Thema des diesjährigen Vortrags zum Geburtstag unseres Schulnamensgebers war. Prof. Uerpmann von der Abteilung für Archäozoologie des „Instituts für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters“ der Universität Tübingen zeigte sich als promovierter Tiermediziner und Ur- und Frühgeschichtler als erwiesener Experte, zumal die Frage der Domestikation sein Hauptforschungsthema ist.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bei der Domestikation wird eine Unterpopulation von der ursprünglich wild lebenden Gesamtpopulation einer Tierart abgetrennt. Nun könnte man vermuten, dass dies deshalb geschah, weil die Menschen einen leichten Zugang zu den Tierprodukten haben wollten. Dies kann man aber ausschließen, weil das Rentier, das damals die Hauptnahrungsquelle der Menschen darstellte, nach der Eiszeit nicht als erstes domestiziert wurde. Hunde wurden dagegen sehr viel früher domestiziert, aber weder zum Essen (das erfolgte nur in Notfällen) noch verbreitet zum Jagen. Alle Forschungsergebnisse weisen deshalb heute darauf hin, dass die Domestikation unbewusst und zweckfrei erfolgte. Das erste Haustier war nach derzeitigem Kenntnisstand ein Wolf, der 1874 im Kesslerloch bei Schaffhausen gefunden wurde. Durch die Radiokarbondatierung konnte die Arbeitsgruppe von Prof. Uerpmann feststellen, dass der Wolf, dessen DNA heute untersucht wird, vor mehr als 14.000 Jahren gelebt haben musste.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._uerpmann_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._uerpmann_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=bc43fd&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._uerpmann_2.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Uerpmann&quot; alt=&quot;Prof. Uerpmann&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
In der Domestikation wachse die Variabilität einer Tierart sehr stark an. Dieser Zusammenhang gelte für alle Tierarten, egal ob Hund, Schaf, Ziege oder Kamel. Typisch sei in der Folge eine größenmäßig unveränderte Wildpopulation gegenüber einer deutlich verkleinerten Hauspopulation derselben Tierrasse. Durch die Entstehung von Variabilitäten könne man beweisen, dass der Hund sich von Europa aus weltweit verbreitet hat. Über die Bering-Landbrücke gelangte er in der Späteiszeit, als der Meeresspiegel im Vergleich zu heute noch 120 Meter tiefer lag, nach Nord- und relativ schnell sogar bis nach Südamerika.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Als Vorbedingung für die Domestikation wird der Klimaumschwung am Ende des Pleistozäns angenommen, durch den in verschiedenen Regionen auf unterschiedlichen Kontinenten Gräser domestiziert werden konnten: Mais in Mittelamerika, Getreidearten wie Gerste, Weizen oder Roggen im Vorderen Orient sowie Reis in China. Dieser weltweit wirkende Vorgang führte zu einer wesentlichen Veränderung der Mensch-Umwelt-Beziehung, da der Reichtum an Pflanzennahrung die Menschen unabhängiger vom Jagen machte, aber auch eine Lagerfähigkeit erforderte. Weil die Vorräte bewacht werden mussten, bestand von nun an die Notwendigkeit einer ganzjährigen Anwesenheit am Lagerplatz mit einer festen Behausung (woher auch der Name „domus“ stammt). Mit der Anlage von Vorräten wurden die Menschen also an einen festen Ort gebunden und sie mussten sesshaft werden. Somit konnten sie auch Tiere halten, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Über die Jahrtausende wurden so die unterschiedlichsten Tierarten domestiziert, vom Hund übers Schaf zur Ziege, die bereits um 8.000-9.000 v. Chr. gezähmt wurde. Rind und Schwein wurden bald (ca. 1.000 bis 1.500 Jahre) nach Schaf und Ziege domestiziert, während Pferd, Esel und Kamel erst viel später, nämlich in der Eisenzeit (1.000 v. Chr.) im südlichen Arabien gebändigt wurden.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Heutzutage leben weitere Tierarten in menschlicher &amp;#039;Gefangenschaft&amp;#039;, wie z.B. Aquarienfische, Kanarienvögel oder Goldhamster. Auch diese Tiere zeigen inzwischen Veränderungen in Farbe, Wuchsform und Verhalten. Der Vorgang der Tierdomestikation ist also noch nicht abgeschlossen – er bleibt eine „unendliche Geschichte“!
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._uerpmann_3.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._uerpmann_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=5325a5&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._uerpmann_3.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Uerpmann&quot; alt=&quot;Prof. Uerpmann&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_3.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=5a44bf&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_3.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verkauf der Bienen-AG nach dem Karl-von-Frisch-Vortrag&quot; alt=&quot;Verkauf der Bienen-AG nach dem Karl-von-Frisch-Vortrag&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;20. Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Uerpmann am 20.11.2014&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_uerpmann_am_20112014&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;91-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 13:52:02 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2015</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2015&amp;rev=1633873458</link>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;die_herkunft_der_indoeuropaeer_-_neuere_befunde_und_erkenntnisse&quot;&gt;Die Herkunft der Indoeuropäer - neuere Befunde und Erkenntnisse&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Die Herkunft der Indoeurop\u00e4er - neuere Befunde und Erkenntnisse&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;die_herkunft_der_indoeuropaeer_-_neuere_befunde_und_erkenntnisse&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-80&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_hepp_am_19112015&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. Hepp am 19.11.2015&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Wie ist die frühgeschichtliche Ausbreitung der heutigen Europäer verlaufen? Diese Frage stellte der stellvertretende Schulleiter des Karl-von-Frisch-Gymnasiums, Studiendirektor Dr. Michael Hepp, am 19.11.2015 beim Karl-von-Frisch-Vortrag in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Sein genaues Thema lautete: „Die Herkunft der Indoeuropäer – neuere Befunde und Erkenntnisse“. Es stellt einen Teilbereich seiner berufsbegleitend erstellten Doktorarbeit dar, deren wesentliche Ergebnisse er einer großen Zuhörerschaft am Vorabend des Geburtstags unseres Namensgebers Karl von Frisch in gut verständlicher Art und Weise präsentierte.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:m._hepp_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:m._hepp_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=77f682&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:m._hepp_2.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag Dr. Hepp&quot; alt=&quot;Vortrag Dr. Hepp&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
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&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Dr. Hepp verknüpft Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen, um sich interdisziplinär der Beantwortung der oben genannten Frage zu nähern. Vergleichende linguistische und archäologische Belege fließen dabei genauso mit ein wie Grundlagen der Genetik und kulturgeschichtliche Befunde – hier insbesondere die Kettentänze, deren Schrittmuster er in seiner Doktorarbeit analysiert und verglichen hat.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Dass alle indoeuropäischen Sprachen von Indien bis Skandinavien einen gemeinsamen Ursprung haben, lässt sich sprachwissenschaftlich bereits exemplarisch an dem Wort „drei“ zeigen. Aus einer Analyse des Wortschatzes lässt sich des Weiteren folgern, dass die Indoeuropäer eher patriarchal organisierte Halbnomaden waren, die schon das Rad und den Wagen kannten. Unstrittig ist im Rahmen der archäologischen Forschung eine räumliche Entstehung der Landwirtschaft im Nahen Osten („fruchtbarer Halbmond“) mit der Kultivierung von Einkorn, Emmer, Erbse, Linse, Lein sowie mit der Viehhaltung (Ziege, Schaf, Rind, Schwein).
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Anatolienhypothese für die Ausbreitung der Indoeuropäer geht davon aus, dass die Urindoeuropäer identisch sind mit den frühen Hirten und Bauern des fruchtbaren Halbmondes und dass diese ihre Sprache im Zuge der Expansion der frühen Landwirtschaft ausgebreitet haben. Dagegen steht die Steppenhypothese, die die Urheimat der Indoeuropäer in der südrussischen Steppe verortet, von wo sie sich (sichtbar an den Kurgan-Grabhügeln) nach Westen verbreiteten – getragen durch eine militärisch und technologisch überlegene Elite.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Während die Anatolienhypothese eine Ausbreitung der indoeuropäischen Ursprache ab 7500 bis 6000 v. Chr. nahelegt, erfolgte nach der Steppenhypothese eine Ausbreitung erst ab 4000 v. Chr. durch die Kurgan-Kulturen. Neuere statistische Forschungen aus der vergleichenden Linguistik gehen von einer Ausbreitung ab 6500 v. Chr. aus.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:m._hepp_3.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:m._hepp_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=cf4662&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:m._hepp_3.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2015&quot; alt=&quot;Karl-von-Frisch-Vortrag 2015&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
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&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Genetiker versuchen indessen, mithilfe der Erbsubstanz Belege für Ausbreitungswege zu finden. Bei der Zellteilung treten über die Zeit immer wieder Mutationen auf, die dann weitervererbt werden. Je weniger Übereinstimmungen der DNA zwischen verschiedenen Personen bestehen, desto älter ist der gemeinsame Vorfahr. In den vergangenen 30 Jahren gab es verschiedene genetische Befunde, die allerdings aus heutiger Sicht zu falschen Erkenntnissen geführt haben. Aktuelle Ergebnisse aus Kern-DNA-Untersuchungen zeigen, dass die heutigen Europäer eine Mischung aus drei Komponenten sind. Ein großer Anteil der Gene geht auf die frühen Neolithiker aus dem fruchtbaren Halbmond zurück, ein kleiner Teil auf die Vermischung mit den vormaligen Jägern und Sammlern und eine dritte Komponente stammt offensichtlich von den Yamnaya-Hirten (Nachfolgern der Kurgan-Kultur) aus der Steppe Südrusslands. Bezogen auf das heutige Europa ergibt sich insgesamt folgendes Bild: Je weiter nördlich dort einheimische Menschen leben, desto geringer ist der genetische Eintrag der Neolithiker, aber umso mehr Yamnaya-Anteil weisen sie in ihren Genen auf. Bei Südeuropäern ist das Verhältnis genau umgekehrt. Der Anteil der Jäger und Sammler liegt relativ konstant bei allen Europäern zwischen 10 % und 15 %.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:m._hepp_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:m._hepp_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=639326&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:m._hepp_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Dr. Hepp&quot; alt=&quot;Dr. Hepp&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die von Dr. Hepp selbst untersuchten Kettentänze haben ihre Entstehung in einer Kernzone im Nahen Osten und haben sich von dort verbreitet, was sich in den frühen Darstellungen dieser Tänze widerspiegelt. Schrittmusteranalysen zeigen zudem, dass sich die Kettentänze sehr homogen über ganz Europa und den Nahen Osten ausgebreitet haben. Vorhandene Substratwörter wie „Chor“ oder „Ball“ unterstützen diese Erkenntnis, da sie sich mit der Erstausbreitung der Bevölkerung im frühen Neolithikum verbreiteten und dann bis heute in den jeweiligen Sprachen verblieben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zusammengefasst kann in der Steppenhypothese die Yamnaya-Kultur als Ausgangskultur für die indoeuropäischen Sprachen bezeichnet werden, während die Anatolien-Neolithikum-Hypothese die heutige Türkei als Ausgangspunkt für die indoeuropäischen Sprachen betrachtet. Die Urheimat der Indoeuropäer ist in jedem Fall neolithisches Kerngebiet, da auch ein großer Teil der Vorfahren der Yamnaya-Hirten von dort stammt, wie genetische Vergleiche zeigen. In der Gesamtbetrachtung aller Befunde zeigt sich Dr. Hepp deswegen von der Anatolien-Neolithikum-Hypothese mehr überzeugt. Diese Fragestellung ist aber nach wie vor eine noch nicht abschließend geklärte wissenschaftliche Aufgabe.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wir danken Herrn Dr. Hepp herzlich für seinen gelungenen Karl-von-Frisch-Vortrag, der diesmal aus der Mitte der Schule kam und die Verbindung von Schule und Wissenschaft aufzeigte.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
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&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. Hepp am 19.11.2015&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_hepp_am_19112015&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;81-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 13:44:18 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2016</title>
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&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
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&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_eberle_am_21112016&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. Eberle am 21.11.2016&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Auf eine Zeitreise vom Jurameer bis hin zu rezenten Prozessen an der heutigen Schichtstufenlandschaft begab sich Dr. Joachim Eberle bei seinem Vortrag am Karl-von-Frisch-Tag. Herr Dr. Eberle ist Akademischer Oberrat am Geographischen Institut der Universität Tübingen. Am 21.11.2016 referierte er vor einer vollen KvFG-Aula über das Thema „Landschaft im Wandel – Die Entstehungsgeschichte der Schwäbischen Alb und die aktuelle Rutschdynamik bei Mössingen-Talheim“.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
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&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Dabei ging er auf geologische und Nutzungsaspekte ein, die „gut zusammenpassen“. Während er eingangs knapp die Entstehung der mesozoischen Gesteine der Alb, die zwischen 200 und 144 Mio. Jahren vor heute in einem flachen tropischen Meer abgelagert wurden, streifte, stellte er die Formung der Landoberfläche im Tertiär und im Quartär in den Mittelpunkt seines Vortrags. In diesem Zusammenhang machte er deutlich, dass für die Untersuchung der Landschaftsgenese immer auch eine Betrachtung der jeweiligen klimatischen Verhältnisse notwendig ist, weil man dadurch Rückschlüsse auf wirksame geomorphologische Prozesse ziehen kann.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Zeitraum Oberkreide bis Obereozän kam es unter tropischen Klimabedingungen zur Rumpfflächenbildung sowie aufgrund der intensiven chemischen Verwitterung zur Bildung von Eisenkonkretionen, den Bohnerzen, die als älteste Abtragungsrelikte auf der Alb heute vor allem in Karstschlotten noch auffindbar sind. Ab dem Oligozän dominierte die Landpräparierung durch fluviatile Prozesse. Ablagerungen von Flüssen der Alb aus dieser Zeit finden sich heute noch in der Süßwassermolasse Oberschwabens, wo gleichzeitig von zwei Seiten her, von der Alb, vor allem aber aus dem Alpenraum, das bis dato vorhandene Becken mit Sedimenten aufgefüllt wurde. Zum ersten Mal entstanden richtige Täler; Flussschotter auf der Ostalb im Kreis Heidenheim zeugen als Relikte davon. Von Süden her wurden das heutige Oberschwaben und die spätere Flächenalb vom Meer geflutet. Die alte Küstenlinie lässt sich als Kliff noch heute zwischen Hegau und Ostalb auf der Albhochfläche verfolgen. Die nicht von diesem Meer überflutete nördlich davon gelegene Kuppenalb blieb mit ihrer charakteristischen Formenbildung erhalten.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_j._eberle.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_j._eberle.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=a20e33&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_j._eberle.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Rutschungen bei Mössingen-Talheim&quot; alt=&quot;Rutschungen bei Mössingen-Talheim&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
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&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ein weiteres Kapitel stellte der Albvulkanismus im Kirchheim-Uracher-Vulkanfeld dar, der vor 17 bis 11 Mio. Jahren vor heute auftrat. Archive dieser Aktivität stellen z.B. der Vulkan Jusi bei Kohlberg oder das Randecker Maar dar – genauso wie der Höwenegg auf der Hegaualb. Vor 15 Mio. Jahren entstand in einer offenen Savannenlandschaft der Meteoritenkrater bei Nördlingen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Mehrfach änderte sich das Flussnetz. Der Oberlauf der früheren Aare-Donau, deren Schotter von vor 8 Mio. Jahren auf der Hochfläche oberhalb des Donau-Durchbruchstals bei Beuron noch zu finden sind, wurde später in Richtung des Rheins abgelenkt, der durch die Entwicklung des Oberrheingrabens  inzwischen tiefer lag. Die Donau wurde fortan vor allem vom heutigen Alpenrhein gespeist.
Im Pliozän vor 3,5 Mio. Jahren folgte die Hauptphase der Höhlenentstehung auf der Schwäbischen Alb in einem mediterranen Süddeutschland.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Während des Pleistozäns änderten sich die Klimabedingungen deutlich: Das Eiszeitalter begann. Obwohl man davon ausgeht, dass auf der Schwäbischen Alb auch in dieser Zeit keine großflächigen Gletscher lagen, geht durch intensive Karteninterpretation hervor, dass es dennoch karähnliche Firnmulden (vermutlich mit Eisfeldern) während der kältesten Phasen der letzten beiden Kaltzeiten (vor 130000 und vor 20.000 Jahren) gegeben haben muss. In der Tundrenlandschaft des Riß- und Würm-Kaltzeit-Komplexes erfolgte eine periglaziale Landschaftsformung mit einer deutlichen Einschneidung der Flüsse ins Deckgebirge bei gleichzeitig starker Hebung der Alb. Das Ergebnis kann man in Form von Hangschutt am Albtrauf vor der Weißjurastufe begutachten. Die fluviale Zerschneidung mit intensiver rückschreitender Erosion war entscheidend für die Ausprägung der Juraschichtstufe.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auch nach Ende der Kaltzeiten (etwa 12.000 Jahre vor heute) ging der Prozess der Verkarstung mit der karstmorphologischen Formenbildung (Dolinen, Erdfälle etc.) weiter. Anhand von Pollenanalysen aus dem Schopflocher Moor wurde festgestellt, dass erst seit dem Subboreal (ca. 6000 vor heute) die Buche auf der Alb großflächig verbreitet ist.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_4.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_4.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=f68990&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_4.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verkauf der Bienen-AG&quot; alt=&quot;Verkauf der Bienen-AG&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
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&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Landschaftsformung durch den Menschen belegte Herr Dr. Eberle beispielsweise anhand feingliedrig abgestufter Nutzungen. Bereits die Kelten hätten ein profundes Wissen über die Bearbeitbarkeit der unterschiedlichen Böden auf der Alb gehabt. Für die Landwirtschaft nicht geeignete geringmächtige Rendzinen wechseln sich auf kleinem Raum mit tiefgründigen Kolluvien ab, die gut ackerbaulich nutzbar sind. Im Gegensatz zum Schwarzwald hat die Alb also unter anderem gut nutzbare Böden. Heute zieht sich der Mensch aus ungünstigeren Lagen, die er jahrhundertelang extrem verändert hat, allerdings zunehmend zurück. Somit entsteht auf ehemaligem Ackerland neuer Wald. Laut Herrn Eberle bildet der Albtrauf heute eine natürliche „Grenze zwischen Wildnis und Wahnsinn“. Mit der „Wildnis“ seien die von Verbuschung und Wiederbewaldung betroffenen ehemaligen Kulturlandschaften auf der Alb gemeint, der „Wahnsinn“ erkläre sich bei einer 180-Grad-Drehung, wenn man den Blick über die dicht bebaute und besiedelte Region Stuttgart schweifen lasse.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zu den Rutschungen, die Anfang Juni 2013 aufgetreten sind, erläutert Herr Dr. Eberle, dass es bereits das gesamte Frühjahr, insbesondere aber Ende Mai 2013 extrem viel Niederschlag gegeben habe, wobei die 400-m-Wand des Albtraufs eine Barriere für den Starkregen darstellte. Am Beispiel der Fronhalde bei Mössingen-Talheim erklärt Herr Eberle, dass eine alte Scholle auf dem besonders rutschfreudigen Ornatenton bereits vorhanden, aber nicht ursächlich verantwortlich für die aktuelle Rutschung war. Eine alte Deponie aus den 1960er-Jahren, die vom Erdaushub für Leitungen der Bodenseewasserversorgung stammt, war hälftig nicht im notwendigen Maße befestigt, so dass dieser Bereich unter dem Druck des Wassers stark zu rutschen begann. Nicht nur die Erddeponie, auch der Wald und die Streuobstwiesen schoben sich in Richtung Weiherbach und lenkten ihn sogar um. Mittels einer Drohnenbefliegung sowie hochauflösender Aufnahmen aus einem Segelflugzeug konnte nach Gegenüberstellung mit alten Laser-Scan-Aufnahmen die wirkliche Ursache für die Rutschung festgestellt werden: Sie wurde letztlich durch eine vorhandene Forststraße im Oberhang im Zusammenhang mit den Starkniederschlägen ausgelöst, weil – vergleichbar mit Braunsbach in diesem Jahr – Wasser in großem Maße über die Hänge abgelaufen sei und sich in bergseitigen Rinnen oberhalb der Forststraße sammeln konnte. Dort sei das Wasser in rutschungsaffinere Schichten eingedrungen und bewies im Ergebnis das Gefährdungspotenzial stark rutschgefährdeter Hänge.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Herr Dr. Eberle hat es sich wie auch Karl von Frisch zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Inhalte in didaktischer Qualität und verständlicher Sprache einem interessierten Publikum zugänglich zu machen, was ihm im Rahmen des Karl-von-Frisch-Vortrags hervorragend gelungen ist.
Sein Engagement für die Lehre belegt auch die Publikation eines Standardwerks der regionalen Geographie: „Deutschlands Süden – vom Erdmittelalter zur Gegenwart“. In jüngster Zeit veröffentlichte Herr Dr. Eberle zudem einen Rother-Wanderführer mit dem Titel „Geo-Wandern rund um Stuttgart“.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. Eberle am 21.11.2016&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_eberle_am_21112016&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;141-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 19 Sep 2021 17:57:44 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2017</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2017&amp;rev=1632073703</link>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;das_raetsel_bienensterben_-_fakten_ursachen_und_moegliche_gegenmassnahmen&quot;&gt;Das Rätsel Bienensterben - Fakten, Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Das R\u00e4tsel Bienensterben - Fakten, Ursachen und m\u00f6gliche Gegenma\u00dfnahmen&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;das_raetsel_bienensterben_-_fakten_ursachen_und_moegliche_gegenmassnahmen&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-90&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_pd_dr_rosenkranz_am_20112017&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von PD Dr. Rosenkranz am 20.11.2017&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
In diesem Jahr war PD Dr. Peter Rosenkranz von der Landesanstalt für Bienenforschung, die an der Universität Hohenheim beheimatet ist, am KvFG zu Gast. Er sprach zu einem zu Karl von Frisch bestens passenden Thema: „Das Rätsel Bienensterben – Fakten, Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen“. Herr Rosenkranz hob gleich zu Beginn darauf ab, dass er nicht nur von Berufs wegen mit Bienen zu tun habe, sondern selbst auch ein aktiver Imker sei. Bei dieser Gelegenheit begrüßte er sogleich mehrere ihm bekannte Imker im Publikum in der sehr gut besuchten KvFG-Aula.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_p._rosenkranz.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_p._rosenkranz.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=6858f9&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_p._rosenkranz.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Herrn PD Dr. Rosenkranz&quot; alt=&quot;Vortrag von Herrn PD Dr. Rosenkranz&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=b9577c&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_1.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Herr PD Dr. Rosenkranz&quot; alt=&quot;Herr PD Dr. Rosenkranz&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Einen ersten Komplex widmete Herr Rosenkranz der Bedeutung und Differenzierung der Bienen. Zu den Bienen gehören nicht allein die uns bekannten Honigbienen, sondern weltweit ca. 20.000 Bienenarten, zu denen auch die Hummeln und die oft bodennistenden und solitärlebenden Wildbienen gehören. In Deutschland kommen ca. 580 Arten von Bienen vor.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=005b62&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_2.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Herr PD Dr. Rosenkranz&quot; alt=&quot;Herr PD Dr. Rosenkranz&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
Honigbienen gelten laut Herrn Rosenkranz als „Superorganismus“: Zwischen 8.000 und 40.000 Bienen leben in einem Stock und das Bienenvolk zählt als Einheit, während die einzelne Biene weniger Bedeutung hat. Im Sommer sterben täglich 1000 Bienen eines Volkes und 1000 Bienen werden neu geboren. Dafür legt die Königin in einem sozial bestens organisierten Staat jeden Tag 1500 Eier. Die Bienen stehen heute wegen ihrer Leistung bei der Bestäubung nach der Kuh und dem Schwein an dritter Stelle bei der Bedeutung der Tiere für den Menschen. Der auf einen monetären Betrag umgerechnete globale Nutzen der Bestäubung beläuft sich dabei auf 265.000.000.000 €.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Herr Rosenkranz gab zudem einen Überblick über die Entwicklung der Honigbienen: Weltweit gebe es keine Einbrüche bei der Zahl der Honigbienen, aber in Europa gingen nach 1990 die Bienenzahlen deutlich zurück, was er auf den Zusammenbruch des Sozialismus und das Wegfallen der zuvor organisierten Abnehmerstrukturen zurückführte. In den letzten Jahren nehmen aber auch in Deutschland die Zahlen der Honigbienenvölker wieder zu – gleichzeitig mit einem deutlich gestiegenen Interesse am Thema „Bienen“. Herr Rosenkranz folgert daraus, dass die Entwicklung der Zahl der Bienenvölker kein Kriterium für Umwelteinflüsse sei, sondern vielmehr sozioökonomische Implikationen widerspiegle. Wildlebende Honigbienenvölker seien hingegen seit der Mitte des vorletzten Jahrhunderts quasi ausgestorben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_handarbeits-ag_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_handarbeits-ag_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=b30792&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_handarbeits-ag_2.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verkauf der Handarbeits-AG&quot; alt=&quot;Verkauf der Handarbeits-AG&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_5.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_5.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=99415c&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:verkauf_bienen-ag_5.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verkauf der Bienen-AG&quot; alt=&quot;Verkauf der Bienen-AG&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
„Die Imkerpraxis verbreitet Krankheiten!“ – diese These vertrat Herr Rosenkranz hinsichtlich eines eingeschleppten Parasiten, der ursprünglich aus Asien stammt: die Varroamilbe (Varroa destructor). Die Varroamilbe saugt Blut der Bienen und pflanzt sich innerhalb von verdeckelten Brutzellen der Bienen fort. Die Anzahl der Milben kann dabei im Frühjahr und Sommer so sehr anwachsen, dass die Bienenvölker geschwächt werden und den Winter nicht überleben. Daher müssen Imker die Milben beispielsweise durch spätsommerliche Behandlung mit Ameisensäure bekämpfen. Laut dem langjährigen deutschen Bienenmonitoring liegen die Verluste über den Winter bei ca. 12 bis 14 % (jährlich schwankt der Wert etwas hin und her, was mit dem Varroa-Befall korreliert). Herr Rosenkranz quantifiziert die Varroamilbe sogar als das derzeit größte Problem der Imkerei.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ein weiterer Aspekt fürs Sterben der Bienen begründet sich durch den drastisch reduzierten Lebensraum für Bienen. Dies liege zum einen an der stark zunehmenden Flächeninanspruchnahme durch den Menschen, die häufig mit Versiegelung einhergeht. Ein zusätzliches Problem für die Bienen sei die intensive Grünlandwirtschaft mit Silageherstellung, bevor die Blüte auf den Wiesen einsetzt. Gleichzeitig stelle zu häufiges Mähen auch bei Streuobstwiesen selbst bei naturnahen Flächen eine große Schwierigkeit für die Bienen dar. Auch Pflanzenschutzmittel wurden an der Landesanstalt intensiv untersucht: In Rückstandsanalysen wurden durch Blütenspritzungen 98 Wirkstoffe festgestellt, allerdings alle im Spurenbereich, so dass man nicht von einer akut bienentoxischen Konzentration sprechen könne. Auch die Kontamination durch Staub beim Aussäen von gebeiztem Maissaatgut wurde thematisiert.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_3.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=b48b70&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_3.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Honig für den Imker&quot; alt=&quot;Honig für den Imker&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_4.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_4.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=943fee&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p._rosenkranz_4.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Herr PD Dr. Rosenkranz und Herr Dr. Hepp&quot; alt=&quot;Herr PD Dr. Rosenkranz und Herr Dr. Hepp&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Gibt es nun statt dem Bienensterben ein Insektensterben? Feststellbar sei, dass die Biodiversität verlorengehe. Man könne dies festmachen an einem auch in Deutschland spürbaren dramatischen Rückgang wildlebender Bestäuber (u.a. Wildbienen). Als Ursachen sieht Herr Rosenkranz die Landschaftsveränderungen durch den Menschen, die intensive Landnutzung, den Einsatz von Pestiziden oder Lichtfallen. Hingegen nehme die Zahl der Honigbienen zu, solange es Imker gebe.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Was gibt es nun für Möglichkeiten, um gegen die negativen Folgen vorzugehen?
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Streifenanbau von Baumholz und mehrjährige Blühmischungen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Randstreifen / Blühstreifen, die aber mehrjährig sein sollten&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; artenreiches Grünland&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; insektenschonendes Mähen, z.B. mit dem Balkenmäher&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; durchwachsende Silphie für die Bioenergie, die allerdings 10 % weniger Ertrag beim Biogas bringt als Mais&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; gepflegte Streuobstlandschaften (seit 1965 ist ein Rückgang von 75 % festzustellen!)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Totholzvorkommen belassen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Kleinraumbiotope schaffen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Herbizidverzicht&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn PD Dr. Rosenkranz für seinen aktuellen, interessanten und sehr gut nachvollziehbaren Vortrag!
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von PD Dr. Rosenkranz am 20.11.2017&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_pd_dr_rosenkranz_am_20112017&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;91-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 19 Sep 2021 17:48:23 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2018</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2018&amp;rev=1632073261</link>
            <description>
&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;vorherrschaft_der_frau_weibliche_darstellungen_der_altsteinzeit&quot;&gt;Vorherrschaft der Frau? – Weibliche Darstellungen der Altsteinzeit&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Vorherrschaft der Frau? \u2013 Weibliche Darstellungen der Altsteinzeit&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;vorherrschaft_der_frau_weibliche_darstellungen_der_altsteinzeit&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-84&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_wolf_am_20112018&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. Wolf am 20.11.2018&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Viele kennen die Venus vom Hohle Fels, nicht ganz so viele kennen Frau Dr. Sybille Wolf, Archäologin der Abteilung Ältere Urgeschichte (Universität Tübingen). Sie ist nicht nur eine großartige Spezialistin für die Höhlenfunde auf der Schwäbischen Alb, sondern eine ausgewiesene Kennerin für jegliche Funde aus Mammutelfenbein. So kam sie auch nicht mit leeren Händen am 20.11.2018 zu uns in die Aula, sondern hatte viele Repliken von weiblichen Figurinen dabei. Man konnte staunend sehen und fühlen, dass die Menschen vor ca. 40.000 bis 15.000 Jahren vor heute nicht nur mit dem reinen Überleben beschäftigt gewesen waren. Kunstvoll verzierte Frisuren oder Kopfbedeckungen, Schraffuren und liebevoll ausgestaltete Details waren sehr gut zu erkennen. Weibliche Figuren, welche laut Wolf in deutlich höherer Zahl als männliche Darstellungen gefunden wurden, faszinieren seit jeher die Betrachter. Solche Figuren wurden europaweit ausgegraben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_s._wolf_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_s._wolf_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=7ee837&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_s._wolf_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Frau Dr. Wolf&quot; alt=&quot;Vortrag von Frau Dr. Wolf&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_s._wolf_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_s._wolf_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=d1ca4d&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_s._wolf_2.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Figürliche Darstellungen aus der Altsteinzeit&quot; alt=&quot;Figürliche Darstellungen aus der Altsteinzeit&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wolf konnte anhand vieler Abbildungen eindrucksvoll zeigen, wie die unterschiedlichen Fundorte ihre eigenen Charakteristika aufweisen. Viele der Figurinen zeichnen sich durch sehr große Brüste, breite Hüften, ein großes Gesäß und eine plastisch dargestellte Vulva aus. Sie lassen uns heute rätseln, ob vielleicht Göttinnen dargestellt wurden oder ob es gar Pin-Up-Girls waren, die die Krieger mit auf die Jagd nahmen. Neben den spektakulären Funden vor unserer Haustür (z.B. die Höhlen Hohle Fels, Geißenklösterle, Hohlenstein-Stadel und Vogelherd) verwies Wolf auch auf andere berühmte Fundorte in Österreich (Willendorf), Frankreich (Rideaux-Höhle) oder Tschechien. Auch wenn es eine Bandbreite an Ausgestaltungen gibt, so zieht sich die Frau ohne Kopf und ohne ausgestaltete Beine durch die gesamte Zeit. Als seriöse Wissenschaftlerin verwahrte sich Wolf davor, irgendwelche Spekulationen zu vertreten, aber sie betonte, dass diese Kunstwerke als eine besondere Wertschätzung und Faszination der Frau gegenüber gesehen werden können. Als Lebensspenderin war das Überleben der Frau und ihrer Kinder für den Fortbestand der Sippe entscheidend. Ob sie eine Vorrangstellung gegenüber dem Mann besaß, lässt sich nicht einfach ableiten. Und so lässt sich auch nicht begründet von einer Vorherrschaft der Frau sprechen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:s._wolf_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:s._wolf_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=e1dfc3&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:s._wolf_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Frau Dr. Wolf&quot; alt=&quot;Frau Dr. Wolf&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:s._wolf_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:s._wolf_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=46a3fe&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:s._wolf_2.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Frau Dr. Wolf&quot; alt=&quot;Frau Dr. Wolf&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Neben solchen Überlegungen nahm Wolf die Zuhörinnen und Zuhörer mit in die praktische Arbeit der Archäologie. Wie akribisch hier heutzutage vorgegangen wird, um auch kleinste Bestandteile einer Figur aufzufinden, zeigte sie am Beispiel des ebenfalls sehr berühmten Löwenmannes vom Hohlenstein-Stadel im Lonetal. Seine Entdeckung kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges war hektisch und mit sehr groben Methoden durchgeführt worden. Der Aushub blieb in der Höhle zurück. Es sollte Jahrzehnte dauern, bis die anfänglichen 260 Elfenbeinsplitter und weitere Teile, die später noch gefunden wurden, so zusammengesetzt werden konnten, dass man 2013 den Löwenmann, wie wir ihn heute kennen, zeigen konnte. &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:s._wolf_3.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:s._wolf_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=371ed0&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:s._wolf_3.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Herr Rechentin und Frau Dr. Wolf&quot; alt=&quot;Herr Rechentin und Frau Dr. Wolf&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Lange hatte man nicht gewusst, ob die Figur ein männliches oder weibliches Mischwesen darstellen sollte. Neuere Erkenntnisse lassen aber deutlich auf eine männliche Darstellung schließen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wir ahnen anhand dieser uralten Figuren, dass der moderne Mensch, der ca. 45.000 Jahre vor heute während der letzten Eiszeit vermutlich über den Donaukorridor nach Europa kam, bereits einen Sinn für Dinge hatte, die über den Bedarf des alltäglichen Lebens hinausgingen. Viele der oftmals nur wenige Zentimeter großen Gegenstände hatten Ösen und waren wohl um den Hals getragen worden. Als Amulette? Als Schmuckstücke? Wir wissen es zwar nicht, aber Wissenschaftler wie Frau Dr. Wolf helfen uns staunend und voller Faszination Einblicke in die Anfänge unserer Menschheitsgeschichte zu bekommen. Wir danken ihr dafür.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:venus_vom_hohle_fels.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:venus_vom_hohle_fels.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=250&amp;amp;tok=ee5782&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:venus_vom_hohle_fels.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Hohle Fels bei Schelklingen, Frauenfigur aus Mammutelfenbein&quot; alt=&quot;Hohle Fels bei Schelklingen, Frauenfigur aus Mammutelfenbein&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
Hohle Fels bei Schelklingen, Frauenfigur aus Mammutelfenbein &lt;br/&gt;
Foto: H. Jensen, Universität Tübingen
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;

&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:petersfels_gagatfiguren.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:petersfels_gagatfiguren.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=400&amp;amp;tok=e4644c&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:petersfels_gagatfiguren.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Petersfels bei Engen, abstrakte Frauenfiguren aus Gagat&quot; alt=&quot;Petersfels bei Engen, abstrakte Frauenfiguren aus Gagat&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
Petersfels bei Engen, abstrakte Frauenfiguren aus Gagat &lt;br/&gt;
Foto: Y. Mühleis, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. Wolf am 20.11.2018&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_wolf_am_20112018&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;85-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 19 Sep 2021 17:41:01 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2019</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2019&amp;rev=1698617532</link>
            <description>
&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;karl_von_frisch_damals_und_heute_wie_bienen_die_welt_sehen_und_kommunizieren&quot;&gt;Karl von Frisch damals und heute – Wie Bienen die Welt sehen und kommunizieren&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl von Frisch damals und heute \u2013 Wie Bienen die Welt sehen und kommunizieren&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl_von_frisch_damals_und_heute_wie_bienen_die_welt_sehen_und_kommunizieren&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-96&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_tautz_am_20112019&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Tautz am 20.11.2019&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Zum Jubiläum des 25. Karl-von-Frisch-Tags war am 20.11.2019 mit Prof. Jürgen Tautz, bekannter Bienenforscher und Autor, ein besonderer Referent am KvFG. Zum Thema „Karl von Frisch damals und heute - Wie Bienen die Welt sehen und kommunizieren“ nahm er die zahlreichen Zuhörenden in der vollen Aula mit in die Wahrnehmungswelt der Bienen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._tautz.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._tautz.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=edbfaf&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._tautz.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Herrn Prof. Tautz&quot; alt=&quot;Vortrag von Herrn Prof. Tautz&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._tautz_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._tautz_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=79c690&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._tautz_1.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Herr Prof. Tautz&quot; alt=&quot;Herr Prof. Tautz&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auf Blüten sehen Bienen für uns Menschen unsichtbare Saftmale aus UV-Licht, rot dagegen erscheint schwarz. Ihre Welt ist grob verpixelt. Während des Fluges sehen sie schwarz-weiß. Erst aus der Nähe erkennen sie Farbe und Blüte genauer. Dieses Farbensehen hat Karl von Frisch erstmals nachgewiesen, was damals eine Sensation darstellte. Herr Tautz betonte die Bedeutung Karl von Frischs für die Bienenforschung, zeigte aber auch, wie mit moderner Technik diese Forschung heute weitergeführt wird: Computer-Chips auf dem Rücken machen das Verhalten einzelner Bienen nachvollziehbar. So konnte gezeigt werden, dass die Tanzsprache nicht so präzise ist wie gedacht, sondern nur der Start in eine Blüten-Suchaktion, die meist durch die Hilfe erfahrener Sammelbienen zielgerichtet zu Ende gebracht wird.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Versuche zur Intelligenz der Bienen zeigen, dass Bienen sich Wege durch ein Labyrinth merken können und einen einfachen Mengenbegriff haben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In der Fragerunde betonte Prof. Tautz, dass Spritzmittel wie Neonicotinoide die Wahrnehmung von Bienen stören und dazu führen, dass Bienen nicht in den Stock zurückfinden. Die sehr gute Geruchsempfindlichkeit und Merkfähigkeit von Bienen werde genutzt, um z.B. Sprengstoffe zu entdecken. Prof. Tautz gab uns mit seinem Vortrag einen Einblick in eine faszinierende Welt der Bienen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._tautz_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._tautz_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=400&amp;amp;tok=297c15&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._tautz_2.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Herr Prof. Tautz&quot; alt=&quot;Herr Prof. Tautz&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._tautz_3.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._tautz_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=400&amp;amp;tok=91aa83&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._tautz_3.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Herr Prof. Tautz&quot; alt=&quot;Herr Prof. Tautz&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Blütenfarben und Farbensehen der Bestäuber sind zwei untrennbare Seiten einer Medaille. Mit den Bienen haben die Blütenpflanzen Partner gefunden, die es ihnen erlauben, für ihren Sex auf den unzuverlässigen Wind für die Übertragung des Blütenstaubes als Liebesbote zu verzichten. Dafür haben sich die Blütenpflanzen ein neues Problem eingehandelt: Jede muss im Marktgeschrei auf dem Blütenmarkt besonders Auffälliges bieten, um die Bienen von den direkten Konkurrenten abzulenken. Gestalt, Farbe und Duft der Blüten sind die Bausteine, die dabei eingesetzt werden. Der Sehwelt der Bienen kommt demnach eine höchst wichtige Rolle zu.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Honigbienen kommunizieren untereinander. Eine der relevanten Zusammenhänge ist dabei die Rekrutierung unerfahrener Bienen zu neu entdeckten Futterquellen. Beim Schwärmen werden mit den gleichen Signalen tausende von Bienen zu neuen Nisthöhlen gebracht.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zu den Abläufen hierzu, wie zur Sinneswelt der Honigbienen, hat Karl von Frisch entscheidende Entdeckungen gemacht. Auf seinen Erkenntnissen baut die Weiterentwicklung der Modelle zur Kommunikation bei Bienen auf, nicht zuletzt durch Methoden und Technologien, die uns erst in jüngerer Zeit zur Verfügung stehen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:biene_auf_bluete_-_foto_von_ingo_arndt.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:biene_auf_bluete_-_foto_von_ingo_arndt.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=400&amp;amp;tok=b72790&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:biene_auf_bluete_-_foto_von_ingo_arndt.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Biene im Anflug auf eine Blüte - Foto: Ingo Arndt&quot; alt=&quot;Biene im Anflug auf eine Blüte - Foto: Ingo Arndt&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._juergen_tautz_-_foto_von_ingo_arndt.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._juergen_tautz_-_foto_von_ingo_arndt.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=400&amp;amp;tok=2f2cb2&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._juergen_tautz_-_foto_von_ingo_arndt.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Jürgen Tautz - Foto: Ingo Arndt&quot; alt=&quot;Prof. Jürgen Tautz - Foto: Ingo Arndt&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Tautz am 20.11.2019&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_tautz_am_20112019&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;97-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 29 Oct 2023 22:12:12 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2021</title>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;globaler_klimawandel_und_lokale_auswirkungen_in_suedwestdeutschland&quot;&gt;Globaler Klimawandel und lokale Auswirkungen in Südwestdeutschland&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Globaler Klimawandel und lokale Auswirkungen in S\u00fcdwestdeutschland&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;globaler_klimawandel_und_lokale_auswirkungen_in_suedwestdeutschland&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-83&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_glaser_am_19112021&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Glaser am 19.11.2021&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Prof. Rüdiger Glaser, der an der Universität Freiburg den Lehrstuhl für Physische Geographie innehat, hielt am 19.11.2021 den 26. Karl-von-Frisch-Vortrag zum Thema „Globaler Klimawandel und lokale Auswirkungen in Südwestdeutschland“.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Von 1901 bis 2012 gab es global einen Temperaturanstieg von 1 K. Zuvor gab es dekadische Änderungen der Temperatur bis zum Ende des 19. Jahrhunderts und dann eine merkliche Erwärmung ab ca. 1900. Die Temperatur hielt sich sodann einige Jahrzehnte auf einem Plateau, nahm aber ab den 1970er-Jahren exponentiell zu. Innerhalb einer Dekade ergeben sich heute 6 bis 7 milde Jahre, 1 bis 2 durchschnittliche Jahre (gemessen am langjährigen Temperaturniveau) und 1 bis 2 kalte Jahre. Dafür beobachtet man mehr Extreme: die Zahl und Schwere der Hochwasser und Sturmereignisse nimmt zu, 2018 trockneten hingegen einige Flüsse wie die Dreisam aus.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosphäre, der Haupttreiber des Temperaturanstiegs, steigt permanent an. Messungen an Bergen wie dem Schauinsland, der Zugspitze oder dem Mauna Loa auf Hawaii zeigen dies deutlich.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._glaser_1_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._glaser_1_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=487ea5&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._glaser_1_kopie_.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Herrn Prof. Glaser&quot; alt=&quot;Vortrag von Herrn Prof. Glaser&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._glaser_2_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._glaser_2_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=d326ae&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:vortrag_prof._glaser_2_kopie_.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Herrn Prof. Glaser&quot; alt=&quot;Vortrag von Herrn Prof. Glaser&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Befunde des Klimawandels sind beispielsweise Klimaproxies wie Gletscher: Bei den allermeisten Alpengletschern wie z.B. dem Vernagtferner zog sich die Gletscherzunge nach dem Vorstoß von 1850 sehr stark zurück, sodass es zu einem großen Schwund an Eismasse im Gletscher kam.
Die phänologische Uhr zeigt die Periode ohne Vegetation an. Diese betrug im Zeitraum von 1961 bis 1990 120 Tage (gerechnet bis zum Beginn der Haselblüte), von 1991 bis 2015 waren es 105 Tage, wobei vor allem eine Verkürzung des Winters im Frühjahr festgestellt wird. Inzwischen wird in der Umgebung von Heidelberg Tabak angebaut, der Sojaanbau ist in Deutschland möglich und am Kaiserstuhl können wärmeliebendere Weinsorten gepflanzt werden.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Doch die negativen Auswirkungen dominieren gegenüber den Verbesserungen deutlich. Im Extremjahr 2018 war fast ganz Deutschland von anhaltender Trockenheit erfasst, in deren Folge es zu deutlichen Trockenschäden in der Landwirtschaft und im Wald kam. Die Skisaison in den Mittelgebirgen wird kürzer und unsicherer. Im Karlsruher Hafen ergaben sich negative wirtschaftliche Auswirkungen, weil die Schiffe nicht voll beladbar waren oder gar nicht mehr fahren durften. Die Blaualgenblüte in Gewässern kommt als neues Problem auf uns zu. Das Schnakenproblem in Flusslandschaften wie dem Oberrhein verschärft sich und es gibt dort neu eine Population der Tigermücke, die Trägerin vom Denguefieber ist. Hochwasserereignisse oder Starkniederschläge nehmen zu, wenn auch prognostisch um nur wenige Tage im Jahr. Aber ein einziger Tag mit Starkniederschlag reicht aus, um ein Ereignis wie in Braunsbach hervorzurufen. Zudem verändern sich die Ursachen fürs Hochwasser von starker Schneeschmelze, Regen auf Schnee oder sogar Eisgang hin zu Dauer- und Starkregen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Attributionsforschung ermöglicht die Berechnung der Klimaanteile an bestimmten Wetterlagen. Der Anteil des Klimawandels beträgt dabei über die Zeit hinweg immer mehr Prozentpunkte. Aufgrund des Klimawandels zeigen sich für Mitteleuropa steigende Winterniederschläge, aber die Sommerniederschläge nehmen ab. Die Gesamtsumme des Jahresniederschlags verändert sich in Mitteleuropa also nicht sehr stark, vielmehr wird die saisonale Spreizung größer und es fällt somit weniger Niederschlag während der Vegetationsperiode.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Aus dem eigens &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:klimastreckbrief_dusslingen.pdf&quot; class=&quot;media mediafile mf_pdf&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:klimastreckbrief_dusslingen.pdf (529.3 KB)&quot;&gt;für Dußlingen erstellten Klimasteckbrief&lt;/a&gt; (Daten aus dem &lt;a href=&quot;https://lokale-klimaanpassung.de/lokales-klimaportal/&quot; class=&quot;urlextern&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;https://lokale-klimaanpassung.de/lokales-klimaportal/&quot; rel=&quot;ugc nofollow noopener&quot;&gt;Projekt LoKlim – Lokale Strategien zur Klimawandelanpassung&lt;/a&gt;) ergeben sich deutliche Temperatursteigerungen: Derzeit liegt die Jahresdurchschnittstemperatur bei 8,9 °C. Diese wird sich bis 2050 auf 10,2 °C erhöhen und bis zum Jahr 2100 auf 12,6 °C ansteigen. Die Zahl der Sommertage wird sich bis dahin mehr als verdoppeln, die Zahl der heißen Tage mit Temperaturen &amp;gt; 30 °C nehmen von derzeit durchschnittlich 7 Tagen auf 36 Tage zu und auch Tropennächte kommen künftig verstärkt auf uns zu. Indessen wird sich die Zahl der Frost- und Eistage deutlich reduzieren.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._glaser_1.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._glaser_1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=4b4783&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._glaser_1.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Glaser&quot; alt=&quot;Prof. Glaser&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._glaser_2.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._glaser_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=8b6434&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:prof._glaser_2.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Glaser&quot; alt=&quot;Prof. Glaser&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Zusammenhang mit dem Klimawandel nimmt der Klimafaktor Mensch eine tragende Rolle ein. Das tatsächliche Verhalten der Menschen konterkariert aber ein klimaschonendes Verhalten: Im Jahr 2019 stieg die Zahl der Flugreisen nochmals sehr stark an, die Deutschen flogen in diesem Jahr so viel wie noch nie.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das „climate engineering“ werde überbetont, so Prof. Glaser. Bestandteile dieses Konzepts sind z.B. das künstliche Upwelling im Meer, reflektierende Aerosole, die in die Atmosphäre ausgebracht werden, künstliche Wolkenbildung oder die CO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt;-Speicherung in Kavernen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Soziale Kippschalter können hingegen mehr Wirkung entfalten. Dazu gehören das Umstellen unserer Energieproduktion, eine klimawandelbewusste Stadtplanung, das Deinvestment in fossile Energieträger, eine Veränderung unserer Wertehaltung, Bildung über Klimathemen oder die Nachverfolgung von Produktketten, womit Themen wie der ökologische Fußabdruck oder virtuelles Wasser verbunden sind. Ganz zentral für einen weniger stark ausfallenden Klimawandel sei die Energiewende, aber auch der Bereich Mobilität, der angepasst werden müsse.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Abschließend betonte Prof. Glaser, dass richtige Maßnahmen greifen würden. So habe das Ozonloch durch konsequentes Handeln unter Verzicht auf FCKW reduziert werden können und das Waldsterben sei durch die Reduktion des SO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt;-Ausstoßes deutlich zurückgegangen. Warum soll das also nicht auch für den Klimawandel gelten? Man wisse inzwischen ziemlich genau, was uns in Bezug auf den Klimawandel erwarte. Frühere Szenario-Modelle hätten ziemlich exakt vorhergesagt, was dann auch tatsächlich gekommen sei.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Glaser am 19.11.2021&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_glaser_am_19112021&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;84-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Wed, 23 Feb 2022 21:26:13 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2023</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2023&amp;rev=1701712773</link>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;geheimnisse_des_universumsdas_raetsel_der_dunklen_materie_und_der_dunklen_energie&quot;&gt;Geheimnisse des Universums: das Rätsel der Dunklen Materie und der Dunklen Energie&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Geheimnisse des Universums: das R\u00e4tsel der Dunklen Materie und der Dunklen Energie&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;geheimnisse_des_universumsdas_raetsel_der_dunklen_materie_und_der_dunklen_energie&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-99&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_wunner_am_20112023&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Wunner am 20.11.2023&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Prof. Wunner vom Institut für Theoretische Physik I der Universität Stuttgart war der Vortragsredner beim 28. Karl-von-Frisch-Tag am 20.11.2023. Er sprach zum Thema „Geheimnisse des Universums: das Rätsel der Dunklen Materie und der Dunklen Energie“.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210752_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210752_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=5816ee&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210752_kopie_.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Prof. Wunner&quot; alt=&quot;Vortrag von Prof. Wunner&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210753_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210753_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=342266&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210753_kopie_.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Prof. Wunner&quot; alt=&quot;Vortrag von Prof. Wunner&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Das Universum ist vor ca. 13,8 Milliarden Jahren in einem Zustand extrem hoher Temperatur und Dichte entstanden. Zu dieser Zeit bestand das Universum im Wesentlichen aus Protonen, Elektronen und Photonen, die eng miteinander in Wechselwirkung standen. Etwa 380000 Jahre nach dem Urknall, bei einer Temperatur von ca. 3000 Kelvin, entkoppelte die Strahlung von der Materie, Protonen und Elektronen konnten sich zu Wasserstoffatomen verbinden, das Universum wurde durchsichtig und die Photonen breiten sich seither ungehindert durch den Kosmos aus. Die Temperatur der Photonen ist inzwischen auf ca. 3 Kelvin abgefallen, sie erreichen uns heute aus allen Richtungen praktisch gleichförmig als kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210754_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210754_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=9e8f78&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210754_kopie_.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Prof. Wunner&quot; alt=&quot;Prof. Wunner&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Prof. Wunner erläuterte, dass es ein Grundprinzip der Allgemeinen Relativitätstheorie sei, dass die Materie dem Raum sagt, wie er sich zu krümmen hat; in dieser gekrümmten Geometrie bewegt sich die Materie. Aus der Bewegung der Materie kann man also auf die insgesamt vorhandene Materie und deren Masse zurückschließen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Beobachtungen wie z.B. die des Galaxienhaufens im Sternbild Perseus, der aus 1000 Galaxien besteht, zeigen, dass die sichtbare Materie nicht ausreicht, um den Haufen zusammenzuhalten, es muss also noch unsichtbare („dunkle“) Materie vorhanden sein. Diese Erkenntnis hatte zuerst Fritz Zwicky, der Friedrich Dürrenmatt in seinem Werk „Die Physiker“ als Vorbild für die Figur „Möbius“ diente. Erneut bestätigt wurde der Zusammenhang ganz aktuell durch die ersten Daten der Euclid-Mission der ESA.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210755_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210755_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=330&amp;amp;tok=61aeb4&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210755_kopie_.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verkauf der Bienen-AG&quot; alt=&quot;Verkauf der Bienen-AG&quot; width=&quot;330&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Edwin Hubble, der im Übrigen wie Karl von Frisch auch am 20.11. Geburtstag hat, untersuchte Sterne und Galaxien mit Hilfe von Größen, die man direkt messen kann: Einerseits die Intensität, d.h. die Helligkeit einer Strahlungsquelle, zum anderen das Spektrum, also die Spektrallinien. Je schneller sich eine Galaxie von uns entfernt, umso mehr sind die Spektrallinien zu längeren Wellenlängen verschoben, was man als Rotverschiebung bezeichnet. Hubble fand 1929 heraus, dass je weiter eine Galaxie von uns entfernt ist, sie sich desto schneller von uns wegbewegt. Dies ist ein starker Hinweis darauf, dass sich das Universum immer weiter ausdehnt; auch die Abnahme der Temperatur der Mikrowellenhintergrundstrahlung lässt damit erklären.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Prof. Wunner erklärte, dass man mit Hilfe der Mikrowellenhintergrundstrahlung auch die Krümmung des Raums gut untersuchen kann. In der kosmologischen Theorie besagt das „Prinzip der Bescheidenheit“, dass der Raum homogen ist, also kein Punkt ausgezeichnet ist, und dass der Raum isotrop ist, also keine Richtung ausgezeichnet ist. Da uns die Mikrowellenstrahlung aus allen Raumrichtungen mit nur kleinen Schwankungen sehr gleichförmig erreicht, kann man mit dem Prinzip der Bescheidenheit Rückschlüsse auf die Verteilung der Masse und damit auf die Krümmung im gesamten sichtbaren Teil des Universums ziehen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210756_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210756_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=a87efd&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210756_kopie_.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verkauf der Garten-AG&quot; alt=&quot;Verkauf der Garten-AG&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Prof. Wunner erläuterte, dass die vorliegenden Daten zeigen, dass das sichtbare Universum im Großen eine euklidische Geometrie aufweist, d.h. nicht-gekrümmt ist und außerdem expandiert, d.h. es dehnt sich immer weiter aus. Die Ursache für diese Expansion wurde in Anlehnung an Dunkle Materie mit dem Begriff „Dunkle Energie“ belegt. Prof. Wunner machte deutlich, dass dieser Name in Anlehnung an Dunkle Materie gewählt wurde und nichts darüber aussagt, woraus die Dunkle Energie besteht, die völlig strukturlos ist und sich durch eine homogene Verteilung auszeichnet; dies ist bis heute ein großes Rätsel, obwohl sie etwa 70 % des gesamten Energiegehalts des Universums ausmacht.
Die Dunkle Materie, die sich durch die Bewegung von Galaxien und Galaxienhaufen verrät, macht etwa 25 % des Energiegehalts aus; auch hier weiß man bis heute nicht, woraus sie besteht – im Gegensatz zur Dunklen Energie gibt es hier aber bereits Vermutungen, die man in Zukunft experimentell überprüfen kann.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die „normale Materie“, aus der auch wir bestehen, macht nur 5 % des Energiegehalts im Universum aus. Es bleibt also weiter ein großes kosmologisches Rätsel, woraus der Großteil des Universums besteht.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210758_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210758_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=69457c&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210758_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verkauf der Handarbeits-AG&quot; alt=&quot;Verkauf der Handarbeits-AG&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210759_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210759_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=41441d&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1210759_kopie_.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verpflegung durch schulische Arbeitsgemeinschaften&quot; alt=&quot;Verpflegung durch schulische Arbeitsgemeinschaften&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Wunner am 20.11.2023&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_wunner_am_20112023&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;100-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Mon, 04 Dec 2023 17:59:33 +0000</pubDate>
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            <title>kvf2024</title>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;klimawandel_und_staedteursachen_auswirkungen_anpassungsstrategien&quot;&gt;Klimawandel und Städte: Ursachen, Auswirkungen, Anpassungsstrategien&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Klimawandel und St\u00e4dte: Ursachen, Auswirkungen, Anpassungsstrategien&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;klimawandel_und_staedteursachen_auswirkungen_anpassungsstrategien&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-85&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_rosner_am_20112024&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. Rosner am 20.11.2024&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Für den 29. Karl-von-Frisch-Tag konnte Dr. Hans-Joachim Rosner vom Geographischen Institut der Universität Tübingen gewonnen werden, der am KvFG über das Thema „Klimawandel und Städte: Ursachen, Auswirkungen, Anpassungsstrategien“ referierte.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zunächst verwies Herr Rosner auf den natürlichen Treibhauseffekt: Die Spurengase Helium, Methan, Neon, Lachgas und Ozon sorgen dafür, dass die globale Durchschnittstemperatur auf der Erde bei +15 °C liegt. CO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt; kommt in der bodennahen Luft mit einem Anteil von 0,03 % vor, die Spurengase mit einem Anteil von 0,01 %. Dennoch sind CO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt;, Methan, Lachgas und Ozon verantwortlich für den Klimawandel. Dies liegt insbesondere an ihrem Treibhauspotenzial (THP): 1 Molekül Methan (CH&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;4&lt;/span&gt;) hat dich gleiche Wirkung wie 28 Moleküle CO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt;. Lachgas (N&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt;O) hat bereits ein Treibhauspotenzial von 298 mit einer Verweildauer in der Atmosphäre von 110 bis 150 Jahren. Troposphärisches Ozon (O&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;3&lt;/span&gt;) besitzt ein THP von 2000 und die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) weisen ein THP von 14000 bis 17000 auf.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220186_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220186_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=95bdcf&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220186_kopie_.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Dr. Rosner&quot; alt=&quot;Vortrag von Dr. Rosner&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220187_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220187_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=cf59fd&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220187_kopie_.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Dr. Rosner&quot; alt=&quot;Dr. Rosner&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
Die Keeling-Kurve, bei der die am Mauna Loa auf Hawaii gemessenen CO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt;-Werte aufgetragen werden, verdeutlicht den CO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt;-Anstieg, der einhergeht mit Erkenntnissen aus Eisbohrkernen aus der Antarktis. Da durch Verbrennung viel fossiles CO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt; in die Atmosphäre gelangt, erhöht sich die CO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt;-Konzentration ständig. So wurden am 1.3.2024 430 ppm CO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt; am Schauinsland bei Freiburg gemessen, was den bislang höchsten in Deutschland gemessenen Wert darstellt – gegenüber 280 ppm in vorindustrieller Zeit. Der Temperaturanstieg verläuft infolgedessen seit 1950 mit einer extremen Geschwindigkeit. China ist zwar in absoluten Zahlen der größte Emittent, hat allerdings auch eine sehr große Bevölkerung, was den Ausstoß pro Einwohner gegenüber den USA, die an zweiter Stelle stehen, relativiert. Deshalb stehen bei den Pro-Kopf-Emissionen (2022) die USA ganz vorne auf der Liste, vor Russland, Japan, China und der EU27.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Treibhausgas Methan entsteht bei der Verbrennung, wird aber auch in der Landwirtschaft und in der Abfallwirtschaft freigesetzt. Durch natürliche Quellen werden ca. 310 Mio. t Methan pro Jahr freigesetzt, aufgrund von anthropogenen Quellen beträgt die Summe heute aber ca. 460 Mio. t pro Jahr – eine deutliche Zunahme.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Herr Rosner warf fortan einen Blick auf Klimaschwankungen in der älteren und jüngeren Erdgeschichte: Innerhalb der letzten 400000 Jahre kamen die pleistozänen Kaltzeit-Komplexe vor. Der CO&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;2&lt;/span&gt;-Gehalt betrug zu dieser Zeit 200 bis 300 ppm, heute liegt dieser Wert bei 420 ppm. Und dabei gab es Schwankungen, sodass man in der Jüngeren Dryas (10790 bis 9700 vor Chr.) mit einer globalen Durchschnittstemperaturabnahme um 3 bis 4 K von einem Klimapessimum und im Atlantikum (7300 bis 3500 vor Chr.) mit Temperaturen von +1 bis 2 K von einem Klimaoptimum spricht. Im Jahr 2024 (Werte von Januar bis September) kam es zu einem globalen Temperaturanstieg von +1,52 K. In Deutschland ist mit +1,8 K ein linearer Trend zu verzeichnen, der schneller ansteigt als der globale Durchschnitt. In Tübingen betrug die Jahresdurchschnittstemperatur im Mittel der Jahre 1891 bis 1990 8,3 °C und der Niederschlag 759 mm. In der Messperiode von 2010 bis 2023 beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur bereits 10,9 °C und der Niederschlag liegt bei 563 mm, was bedeutet, dass es trockener und wärmer wird. Im Vergleich der beiden Messperioden liegt der Temperaturanstieg allerdings schon bei mehr als dem auf der Pariser Klimakonferenz vereinbarten 1,5 °C-Ziel!
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220193_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220193_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=f85dd9&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220193_kopie_.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Dr. Rosner&quot; alt=&quot;Vortrag von Dr. Rosner&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220189_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220189_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=674700&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1220189_kopie_.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag von Dr. Rosner&quot; alt=&quot;Vortrag von Dr. Rosner&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
Weltweit lebt seit 2005 mehr als die Hälfte der Menschen in Städten. Durch den städtischen Wärmeinseleffekt durch aufgeheizte Gebäude infolge von Absorption sind die Städte aber auch nachts wärmer als deren Umland. Dabei beträgt die Wärmeinselintensität in der Stadt nachts ca. 4 K, während die Unterschiede zwischen Stadt und Umland am Tag nur bei 0,5 K liegen. Parkanlagen oder Friedhöfe stellen kühlere Inseln innerhalb der Städte dar. Dabei könnte man die Oberflächen in der Stadt kühlen, indem begrünte Dachflächen Energie in Verdunstung bringen können und so durch Verdunstungskälte Kühlungseffekte erzeugen. Weiße Oberflächen garantieren aufgrund einer höheren Albedo eine höhere Rückstrahlung.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Hitzestress innerhalb der Stadt bildet einen weiteren Aspekt. Perioden von heißen (T&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;max&lt;/span&gt; &amp;gt; 30 °C) oder extrem heißen Tagen (T&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;max&lt;/span&gt; &amp;gt; 35 °C) in Verbindung mit Tropennächten (T&lt;span style=&quot;font-size:x-small;&quot;&gt;min&lt;/span&gt; &amp;gt; 20 °C) können gesundheitliche Gefahren auslösen und verursachen immer wieder zusätzliche Sterbefälle. So sind in Europa allein im heißen August 2003 70000 Menschen mehr als üblich gestorben. Ältere Menschen haben dabei ein fast 6-fach höheres Risiko, an Hitze zu sterben als die jüngeren. Insgesamt hat die Zahl der Sommertage in Baden-Württemberg im Jahr 2023 im Vergleich zur Referenzperiode 1961-1990 um 227 % zugenommen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Doch es gibt Strategien zur Abschwächung, Milderung und Anpassung an die steigenden Temperaturen. So existiert nicht nur die bereits erwähnte Dach- oder Fassadenbegrünung als Möglichkeit, sondern auch die Entsiegelung  oder das Pflanzen von Bäumen. Einen alten Baum zu erhalten hat so viel Effekt wie 2000 Jungbäume! Eine Nutzungsmischung in der Stadt kann kurze Wege verursachen und das Fahrrad-Fahren befördern. Verschattung (z.B. in Form von Arkaden) oder Wasserverfügbarkeit in den Städten kann ebenfalls helfen, wobei man beachten muss, dass es sich beim zur Verfügung gestellten Wasser um Trinkwasser, eine wertvolle Ressource, handelt. Förderlich wäre zudem eine Pflicht für Solarthermie und Photovoltaik. Frischluftschneisen müssen unbedingt von Bebauung freigehalten werden, infolge des demographischen Wandels in den Industrieländern, insbesondere in Deutschland, wird eine Neubebauung von Flächen absehbar ohnehin nicht mehr erforderlich sein. Weitere Strategien sind das Hitzerisiko zu analysieren, Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen oder Wärmepumpe zu installieren. Außerdem wichtig ist das Wissen über den Klimawandel und die Mitigation, also Maßnahmen, die zur Milderung der Auswirkungen beitragen können. Was man isst, welche Kleidung man trägt, wo man sein Geld investiert sowie die Themen „teilen statt besitzen“ (z.B. Carsharing) und „reparieren statt neu kaufen“ (z.B. Repair-Café) stellen weitere Maßnahmen dar, die jeder Einzelne durch seinen Lebenswandel beeinflussen kann.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Weil der Klimawandel da ist und sich in Richtung eines Worst-case-Szenarios entwickelt, beendete Herr Rosner seinen Vortrag mit dem Appell „Mischt euch ein!“ und forderte dazu auf, „einfach [zu] machen“. „Je länger wir zögern, desto stärker müssen wir bremsen!“
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Dr. Rosner am 20.11.2024&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_dr_rosner_am_20112024&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;86-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Wed, 12 Feb 2025 07:03:56 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvf2025</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvf2025&amp;rev=1771243481</link>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;das_imperiale_verhaeltnis_russlands_zur_ukrainehistorische_grundlagen_und_politische_folgen_fuer_das_heutige_europa&quot;&gt;Das imperiale Verhältnis Russlands zur Ukraine: Historische Grundlagen und politische Folgen für das heutige Europa&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Das imperiale Verh\u00e4ltnis Russlands zur Ukraine: Historische Grundlagen und politische Folgen f\u00fcr das heutige Europa&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;das_imperiale_verhaeltnis_russlands_zur_ukrainehistorische_grundlagen_und_politische_folgen_fuer_das_heutige_europa&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-133&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_gestwa_am_20112025&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Gestwa am 20.11.2025&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Im Karl-von-Frisch-Vortrag erläuterte Herr Professor Dr. Gestwa, Experte für Osteuropäische Geschichte am historischen Institut in Tübingen, die historischen Grundlagen des russischen Angriffs auf die Ukraine und die Folgen für Europa. Er führte aus, wie Russland historische Narrative gezielt nutzt, um territoriale Ansprüche zu legitimieren und die eigene Bevölkerung zu mobilisieren. Ein zentraler Aspekt ist die Rückbesinnung auf die Kyjiwer Rus, die sowohl von Russland als auch von der Ukraine als Ursprung ihrer nationalen Identitäten betrachtet wird. Während Russland die Kyjiwer Rus als Teil seiner politischen Kontinuität darstellt, betont die Ukraine ihr Erbe als Grundlage für eine eigenständige nationale Geschichte. Putin verwendet diese historische Vereinnahmung, um die Ukraine als „natürlichen Teil Russlands“ darzustellen und seine territorialen Ansprüche zu untermauern. Darüber hinaus wird die Glorifizierung Stalins und die Instrumentalisierung des Zweiten Weltkriegs genutzt, um das nationale Bewusstsein zu stärken und die politische Agenda zu festigen. Herr Gestwa machte deutlich, dass Geschichte und die Auseinandersetzung damit in Russland zunehmend zu einem Instrument der Macht verkommt. Schulbücher, Gedenkveranstaltungen und historische Inszenierungen dienen dazu, ein geschlossenes nationales Narrativ zu vermitteln und die Bevölkerung auf einen imperialen Kurs einzuschwören. Kritik an dieser Geschichtsauslegung wird unterdrückt, Organisationen wie die russische Menschenrechtsorganisation Memorial, die 2022 noch mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, werden verboten, zivilgesellschaftliche Strukturen insgesamt stark eingeschränkt.  
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:30._karl_von_frisch_vortrag.png&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:30._karl_von_frisch_vortrag.png&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=400&amp;amp;tok=13d994&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:30._karl_von_frisch_vortrag.png&quot; class=&quot;mediacenter&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Vortrag Karl-Von Frisch-Tag 2026&quot; alt=&quot;Vortrag Karl-Von Frisch-Tag 2026&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Gleichzeitig beleuchtete der Vortrag die lange und komplexe Geschichte der Ukraine, die von Fremdherrschaft, Freiheitsbestrebungen und ambivalenter Erinnerungskultur geprägt ist. Vom Hetmanat über die Kosakenbewegungen bis hin zum Widerstand gegen die Sowjetmacht entwickelte die Ukraine ein starkes Bewusstsein für Selbstbestimmung. Herr Gestwa machte deutlich, dass der Wunsch der Ukraine nach Freiheit heute als legitimes Streben nach Unabhängigkeit und Demokratie zu verstehen ist. Die Ukraine ist ein Land mit eigener kultureller Identität, das sich historischen Manipulationen und Desinformationen widersetzt. Historische Mythen, die Russland für seine politischen Ziele instrumentalisiert, können nur durch fundiertes Wissen über die ukrainische Geschichte entkräftet werden. Herr Gestwa wies im Vortrag darauf hin, dass die internationale Wahrnehmung und Solidarität eine wichtige Rolle spielen, um den Krieg nicht auf falsche Narrative zu reduzieren. Lehren für Europa und die Gegenwart Der Vortrag machte deutlich, dass die Instrumentalisierung von Geschichte weitreichende politische Folgen hat. Russland betrachtet die Ukraine eben nicht als Nachbarstaat, sondern als integralen Teil eines imperialen Anspruchs, was sich in der Annexion der Krim 2014 und dem heutigen Krieg
manifestiert. Gleichzeitig wird die internationale Gemeinschaft herausgefordert, historische Mythen kritisch zu hinterfragen und demokratische Werte zu verteidigen. Abschließend betonte Herr Gestwa, dass historisches Wissen und kritische Solidarität
entscheidend sind, um Desinformation zu erkennen und den Krieg in der Ukraine sowie seine Folgen für Europa einordnen zu können. Er schloss seinen Vortrag mit dem Hinweis, dass es wichtig sei, die Ukraine nicht nur als Schauplatz geopolitischer Interessen zu sehen, sondern alsLand mit eigenständiger Geschichte und lebendiger Zivilgesellschaft, deren Kampf für
Freiheit und Demokratie unterstützt werden sollte.&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:praesentation.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:praesentation.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=400&amp;amp;tok=2c2110&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:praesentation.jpg&quot; class=&quot;mediacenter&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Gestwa am 20.11.2025&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_gestwa_am_20112025&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:2,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;134-&amp;quot;} --&gt;</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Mon, 16 Feb 2026 12:04:41 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>kvfg2022</title>
            <link>https://www.kvfg.de/doku.php?id=schulleben:karlvonfrischvortrag:kvfg2022&amp;rev=1698617555</link>
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&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;artensterben_und_klimawandel_die_zwillingskrise&quot;&gt;Artensterben und Klimawandel – die Zwillingskrise&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;section&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;Artensterben und Klimawandel \u2013 die Zwillingskrise&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;artensterben_und_klimawandel_die_zwillingskrise&amp;quot;,&amp;quot;codeblockOffset&amp;quot;:0,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;1-67&amp;quot;} --&gt;
&lt;h2 class=&quot;sectionedit2&quot; id=&quot;karl-von-frisch-vortrag_von_prof_tielboerger_am_21112022&quot;&gt;Karl-von-Frisch-Vortrag von Prof. Tielbörger am 21.11.2022&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Katja Tielbörger, Professorin für Vegetationsökologie an der Universität Tübingen, war am 21.11.2022 am Karl-von-Frisch-Gymnasium zu Gast und referierte über das Thema „Artensterben und Klimawandel – die Zwillingskrise“.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
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&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Den Begriff „Artensterben“ könne man zu einer „Biodiversitätskrise“ ausweiten, begann Prof. Tielbörger ihren Vortrag. Man könne wie im Vortragstitel von einer „Zwillingskrise“ sprechen, da beide Phänomene (Artensterben und Klimawandel) die gleichen Ursachen aufwiesen. Einerseits könne man das an der wachsenden Weltbevölkerung festmachen: Mehr Menschen brauchen mehr Ressourcen, was zu einer Konkurrenz um Raum und Ressourcen führt. Andererseits könne man feststellen, dass der Erdüberlastungstag (mit Ausnahme des Corona-Jahrs 2020) jedes Jahr weiter nach vorne rückt. 2022 war bereits am 28. Juli das Maß der Regenerationsfähigkeit der Erde überschritten, was sich auch in einem deutlich zu hohen ökologischen Fußabdruck von im globalen Durchschnitt 1,75 benötigten Erden ausmacht. Fernerhin zeigt das Modell der planetaren Grenzen (ROCKSTRÖM 2011), dass das Artensterben das größte Problem darstellt. Ausgestorbene Arten seien verloren, beim Klimawandel bestehe immerhin noch die Chance der Rückholbarkeit. Die Artenkrise hat die Dimension erreicht, dass 25 % aller bekannten Arten weltweit (ca. 1 Mio. Arten) vom Aussterben bedroht sind, während sich 10- bis 100-mal größere Aussterberaten als in den letzten 10 Mio. Jahren zeigen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ein weiteres Merkmal der Zwillingskrise offenbart sich dadurch, dass die Biodiversität das Klima beeinflusst. Bei der Umwandlung von Flächen mit hoch diversen Arten (tropischer Regenwald, Blumenwiesen, europäischer Wald) in „Agrarwüsten“ (Monokulturen) oder versiegelte Bereiche (Städte) entstehen dort hohe Emissionen, die es unter vorigen Nutzungen nicht gab.
Hinzu kommt, dass der Klimawandel Lebewesen beeinflusst. Als Haupttreiber des Artensterbens wird der Landnutzungswandel beschrieben, während der Klimawandel stark aufhole.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
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Frau Prof. Tielbörger zeigte vier Möglichkeiten auf, wie Arten auf den Klimawandel reagieren können:
&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Flucht in präferierte Klimate (Migration)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; flexible individuelle Antwort (Plastizität)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Evolvieren für eine hohe genetische Vielfalt (Anpassung)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; nichts tun (Extinktion)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;
Die Migration macht sich fest an einer Flucht im Raum in Richtung der Pole (6,1 km pro Dekade in Richtung höherer Breiten) und in den Bergen aufwärts (6,1 m pro Dekade aufwärts). Es gibt aber auch eine Flucht in der Zeit, denn in der Phänologie wird die Ankunft von Zugvögeln, der Blühzeitpunkt von Pflanzen oder der Brutzeitpunkt von Vögeln beschleunigt (ca. 2,3 Tage pro Dekade früher). Die Haselblüte erfolgt in Baden-Württemberg inzwischen sogar 20 Tage früher als noch im Jahr 1950. Schnelle Anpassungen von Arten an externe Einflüsse werden hingegen selten beobachtet. Positive Beispiele hierfür wären der Birkenspanner, der auf Umwelteinflüsse reagiert hat, indem er seine Farbe, die ihn auf Birkenstämmen tarnt, angepasst hat, oder wilder Raps, der nach sieben Dürrejahren eine frühere Blüte zeitigt. Negative Beispiele wären hingegen die Inzucht durch Selektion, weil die Fitness leidet oder dass selbst variabelste Populationen nicht mit dem Klimawandel Schritt halten können.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1200612_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1200612_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=405&amp;amp;tok=93da8d&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1200612_kopie_.jpg&quot; class=&quot;medialeft&quot; align=&quot;left&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verkauf der Bienen-AG&quot; alt=&quot;Verkauf der Bienen-AG&quot; width=&quot;405&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Eine hohe Gefährdung in Bezug auf Extinktion wird für Arten mit einer geringen Ausbreitungsfähigkeit sowie mit einer geringen Anpassungsfähigkeit erkannt. Szenarien basierend auf beobachteten lokalen Aussterbeereignissen lassen für die tropischen Klimate die höchsten Aussterbeereignisse erwarten, wobei Tiere ein größeres Problem als Pflanzen haben. Ein beschleunigtes Aussterberisiko tritt allerdings mit jedem Grad Temperaturzunahme ein.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ob ein Überleben unter den Bedingungen des Klimawandels möglich ist, zeigen bioklimatische Modelle. Dabei sei die Annahme falsch, dass die Artverbreitung nur von klimatischen Aspekten abhänge. Außerdem wanderten Populationen nicht gleich. Zudem sei die Verdrängung einheimischer Arten im eingewanderten Gebiet eher unrealistisch.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Als Hauptaussterbeursache werden folglich veränderte Interaktionsprozesse erkannt, wie z.B. die klimatisch induzierte Entkopplung von Nahrungsketten (Bsp.: Frostspanner / Kohlmeise).
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1200614_kopie_.jpg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;schulleben:karlvonfrischvortrag:p1200614_kopie_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://www.kvfg.de/lib/exe/fetch.php?w=330&amp;amp;tok=7a2de1&amp;amp;media=schulleben:karlvonfrischvortrag:p1200614_kopie_.jpg&quot; class=&quot;mediaright&quot; align=&quot;right&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Verkauf der Handarbeits-AG&quot; alt=&quot;Verkauf der Handarbeits-AG&quot; width=&quot;330&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Feldexperimente zu Dürre und Niederschlagsgradienten (Manipulation des Niederschlags zwischen +30 % und -30 %) in verschiedenen Klimazonen zeigen zwar eine schnellere Evolution unter Dürre (Investition in Samen), während aber sieben weitere Eigenschaften nicht evolviert wurden. Als Ergebnis der Forschung kann festgehalten werden, dass in puncto Klimawandel graduelle Änderungen der Mittelwerte nicht das Hauptproblem sind, sondern die Extreme.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Beobachtet wurde, dass (semi-)natürliche Ökosysteme oft eine hohe Resistenz und / oder Resilienz zeigen. Gründe hierfür können die Habitatvielfalt sein (viele verschiedene Genotypen bedeutet hohe Anpassungsfähigkeit) oder aber die Artenvielfalt (= Versicherung vor Extremen), da Biodiversität Stabilität verursacht. So kann eine hohe Biodiversität wichtige, teils klimarelevante Ökosystemleistungen erhöhen, wie z.B. Produktivität, Stoffflüsse, Dürreresistenz, Ertragsstabilität, Schädlingsresistenz.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Förderlich für die Zukunft der Landwirtschaft wäre eine Mischnutzung von Ackerflächen durch Rotationsanbau. Dies funktioniert im Übrigen auch bei verschiedenen genetischen Arten einer Anbaufrucht. Dadurch konnte z.B. beim Reisanbau eine Verringerung der Anfälligkeit für Pilzbefall festgestellt werden. Im Ergebnis wird somit klar: Genetische Vielfalt schafft Ertragssicherheit. Biodiversität rechnet sich also letztendlich!
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
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            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
            <pubDate>Sun, 29 Oct 2023 22:12:35 +0000</pubDate>
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