Nachrichten
Russlands Angriff auf die Ukraine: Historische Hintergründe im Karl-von-Frisch-Vortrag
In diesem Jahr jährte sich die traditionsreiche Vortragsreihe an unserer Schule zum 30. Mal. Für den Jubiläumsvortrag konnte Herr Prof. Dr. Gestwa, Experte für Osteuropäische Geschichte an der Universität Tübingen, gewonnen werden, der am KvFG über das Thema „Das imperiale Verhältnis Russlands zur Ukraine: Historische Grundlagen und politische Folgen für Europa“ referierte. Herr Gestwa erläuterte, wie Russland historische Narrative nutzt, um territoriale Ansprüche zu rechtfertigen, patriotische Mobilisierung zu betreiben und kritische Stimmen in der Gesellschaft zu unterdrücken. Er ging dabei auch auf zentrale historische Stationen ein, wie die mittelalterliche Kyjiwer Rus, die Glorifizierung Stalins, die auch heute wieder an Macht gewonnen hat und die Instrumentalisierung des Zweiten Weltkriegs, und zeigte zugleich die lange Geschichte der Ukraine zwischen Fremdherrschaft, Freiheitsbestrebungen und ambivalenter Erinnerungskultur. Abschließend betonte Herr Gestwa, dass historisches Wissen und kritische Solidarität mit der Ukraine entscheidend sind, um Desinformation zu erkennen und den aktuellen Krieg und seine Folgen für Europa einordnen zu können. Er schloss seinen Vortrag mit dem Hinweis, dass es wichtig sei, die Ukraine nicht nur als Schauplatz geopolitischer Interessen zu sehen, sondern als Land mit eigenständiger Geschichte und lebendiger Zivilgesellschaft, deren Kampf für Freiheit und Demokratie unterstützt werden sollte.
— Kathrin Locherer 2025/11/21 16:27
Werkstattkonzert der Jahrgangsstufen 1 und 2
Mit einem vielseitigen Werkstattkonzert haben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 ihr Publikum in die Welt der Minimal Art geführt, die für viele zunächst neu und ungewohnt war. Gleich zu Beginn wurde das Auditorium aktiv einbezogen und probierte gemeinsam den „Football Clap“ von Steve Reich aus, ein lebendiger Einstieg in die Minimal Art, die mit Wiederholungen, kleinen Verschiebungen und klaren Strukturen arbeitet. Die Jugendlichen stellten prägende Vertreter der Minimal Art vor und zeigten, wie weit diese Kunstrichtung reicht: Neben Musik von Steve Reich und Philip Glass präsentierten sie auch Literatur im Stil Eugen Gomringers sowie visuelle Arbeiten, die an Sol LeWitt erinnerten. Durch ihre Moderationen machten die Jugendlichen ihre eigene Auseinandersetzung mit der Kunstform für das Publikum nachvollziehbar. Bianca Armbruster, Theda Braun, Emily Divljak und Johanna Wader (alle Jg2) führten kenntnisreich und souverän durch das Programm. Den atmosphärisch dichten Abschluss bildete „Time Lapse“ von Michael Nyman, eindrucksvoll aufgeführt von allen 24 Beteiligten unter der Leitung ihrer Musiklehrerin Frau Heutjer, in deren Unterricht das Projekt auch gewachsen war. Ein Abend, der neue Klangerlebnisse erfahrbar machte und interessante Einblicke in Minimal Art bot.
— Kathrin Locherer 2025/11/21 15:46
Erfolgreiche Teilnahme beim Steinlachpokal
Beim Steinlachpokal-Handballturnier am 18.11. in Mössingen trat unsere Schule mit zehn Mannschaften an: drei Jungen-Teams der Klasse 8, fünf Mädchen-Teams der Klasse 8 und zwei Mädchen-Teams der Klasse 7. Insgesamt nahmen 46 Teams teil. Gespielt wurde 4-gegen-4 auf einem Hallendrittel mit Torhüter. Die Jungen spielten in der Jahn-Halle, die Mädchen in der Steinlach-Halle. Jede Mannschaft hatte sechs Spiele à sechs Minuten. Die Stimmung in beiden Hallen war durchweg positiv und sportlich fair. Eine Jungenmannschaft der Klasse 8 sowie ein Mädchenteam der Klasse 7 erreichten jeweils den 2. Platz, ein Mädcheteam der Klasse 8 belegte den 3. Platz. Insgesamt war es ein gelungenes Turnier mit tollen Spielen.
— Kathrin Locherer 2025/11/21 15:16
Deutsch-israelischer Schüleraustausch: Drittortbegegnung in Budapest
Nach langer Zeit ohne Austausch konnte vom 21.–26.10.2025 endlich wieder eine Begegnung zwischen deutschen und israelischen SchülerInnen stattfinden. Aufgrund der schwierigen Lage in Israel wurde Budapest als Drittort ausgewählt. Dort trafen wir die israelischen SchülerInnen des Diplomatiekurses ihrer Schule. Sechs Tage lang erkundeten wir gemeinsam die Stadt, diskutierten, stellten Fragen und lernten uns sowie die jeweils andere Kultur besser kennen. Obwohl ein Treffen in Israel nicht möglich war, bot Budapest vielfältige Einblicke in das Judentum und erwies sich als geeigneter Ort für diese Begegnung. Wir tauschten uns aus, stimmten zu oder widersprachen und genossen unsere Zeit in der Gemeinschaft, sowohl bei geführten Touren und Aktivitäten als auch in der Freizeit. Ein besonderes Erlebnis waren die Schabbatfeier am Freitag und das schwäbische Abendessen am Samstag. Solch bereichernde Begegnungen wünschen wir auch den folgenden Stufen – hoffentlich bald wieder in Israel! - Clara Tahami und Marie Kliefert
— Kathrin Locherer 2025/11/16 21:35