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24.01.19
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Ausgabe der Halbjahresinformationen Kl. 5-10 Zeugnisausgabe für Jg. 1+2
28.01.19
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29.01.19
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für die E-Manager und das E-Team
30.01.19
Mittwoch
1125-1145 Hefteverkauf des E-Teams (Aula)
E-Team verkauft in der 2. großen Pause Hefte aus Recyclingpapier
1130 Exkursion des Seminarkurses "Europa" nach Brüssel und Ypern 1830-2030 Vorspiel Flötenklasse (Aula)
Vorspiel Flötenklasse von Frau Hahn
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Donnerstag
Exkursion des Seminarkurses "Europa" nach Brüssel und Ypern 1125-1145 Hefteverkauf des E-Teams (Aula)
E-Team verkauft in der 2. großen Pause Hefte aus Recyclingpapier
01.02.19
Freitag
Exkursion des Seminarkurses "Europa" nach Brüssel und Ypern 0845-1045 Wilde Bühne am KvFG (Suchtprävention) (Mensa)
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1115-1315 Wilde Bühne am KvFG (Suchtprävention) (Mensa)
für Klassenstufe 9
1125-1145 Hefteverkauf des E-Teams (Aula)
E-Team verkauft in der 2. großen Pause Hefte aus Recyclingpapier
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Ski-AG: Ausfahrt 1
ins Kleinwalsertal
04.02.19
Montag
Ski-AG: Ausfahrt 1
ins Kleinwalsertal
1125-1145 Hefteverkauf des E-Teams (Aula)
E-Team verkauft in der 2. großen Pause Hefte aus Recyclingpapier
05.02.19
Dienstag
Ski-AG: Ausfahrt 1
ins Kleinwalsertal
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07.02.19
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Ski-AG: Ausfahrt 2
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austausch:israel:austausch2017

Israel zu Gast in Dußlingen

"Du bist deutsch, du bist schuld"?

DUßLINGEN. Bereits zum elften Mal findet dieser Tage ein einwöchiger Schüleraustausch zwischen dem Karl-von-Frisch-Gymnasium und der Abschlussklasse der HofHaCarmel Highschool im Kibbuz Maagan Michael (südlich von Haifa) statt, der Gegenbesuch der deutschen Schüler folgt demnächst. Das Pädagogen-Team aus Israel setzt sich bei jedem Besuch neu zusammen, die Dußlinger Lehrer Dirk Wütherich und Sebastian Kämper sind schon zum zweiten Mal dabei, für Jörn Steinmayer ist es der erste Austausch. „Wir wurden sehr herzlich empfangen“, sagt Englischlehrerin Linda Penias und ihre Kollegin Limor Herzmann ergänzt: „Es ist wunderbar, hier zu sein“.

Es ist Freitagabend, kurz vor Sonnenuntergang. Herzmann und Penias haben gemeinsam mit den 30 Schülern und der Elternschaft eine Shabbat-Feier vorbereitet. Einige Jungs haben eine Kippa auf dem Kopf, es wird gesungen und gelacht, es geht alles andere als ernst zu. Auch echter „Sweet red kiddush wine“ wird ausgeschenkt und die quirlige Lehrerin Herzmann erklärt den deutschen Lehrern: „So if they sleep good, you know why!“ Die Schüler tragen alle ein helles Oberteil und eine dunkle Jeans – dass die Hälfte der Schüler aus Israel kommt, die andere Hälfte aus dem Steinlachtal, erkennt man nur an der Sprachmelodie des untereinander gesprochenen Englisch. „Kabbalat Shabbat“, der Empfang des Shabbat, beginnt mit dem Anzünden der Kerzen. Traditionell mache das die Frau des Hauses, als Symbol für häusliche und mütterliche Wärme, erklären Herzmann und Penias, die diese Rolle am Abend gemeinsam übernehmen. Als die Kerzen brennen, erhebt jeder seinen kleinen Kiddusch-Becher, der Kiddusch-Segen – üblicherweise vom männlichen Familienoberhaupt gesprochen – wird erteilt, und jeder trinkt den Schluck aus seinem kleinen Plastikbecher. Dann gibt es Hefezopf für alle. Ja, wirklich: echt schwäbischen Hefezopf! Mit Salz! „Das Salz ist ein Symbol für die Tränen, die beim Auszug der Israeliten aus Ägypten vergossen wurden“, erklärt eine Schülerin. Welchen Ursprungs der süße Hefezopf – Challah genannt – ist, darüber streiten sich die Gelehrten. Manche vermuten sogar tatsächlich, dass er süddeutschen Ursprungs ist, genau lasse sich das jedoch nicht klären. Dann stimmt die Runde ein hebräisches Lied an – erst wird noch zögerlich gesungen, manche kichern dabei schüchtern: „Hayom yom Shishi, Machar Shabbat, Shabbat menucha…“. Nach dem Hefezopf - allerdings mit Sesam bestreut - gibt es Falaffelbällchen mit Hummus und Salat mit Tahini-Soße, die sehr gesund sei, wie Herzmann betont. Nach der gemeinsamen Shabbat-Feier animiert Konrektor Michael Hepp die Schüler nur zäh zu Kreistänzen. Am Ende sind die Schüler dann gar nicht mehr zu bremsen, es wird gelacht, geswingt und einige israelische Schülerinnen bringen Hepp und der ganzen Truppe neue Tänze bei.

Auch wenn jeder Austausch andere Ausflüge und Gruppenarbeiten beinhaltet – ein Besuch des jüdischen Friedhofs in Wankheim gehöre zum traditionellen Programm. „Es gibt keine Juden mehr in der näheren Umgebung, die die Grabpflege auf dem Friedhof übernehmen“, erklärt Penias, „Und so haben wir uns gedacht, dass es schön wäre, wenn wir jedes Jahr das Gras entfernen, das über den Gräbern wächst.“ Dass kein Gras über die gemeinsame Geschichte wachse, ist dabei auch sprichwörtlich zu sehen und Teil der gemeinsamen Erinnerungskultur für die Schüler. Nicht selten kommt es dabei vor, dass auf beiden Seiten Schüler meinen, sich „nicht schon wieder“ mit den Gräueln der Nazis beschäftigen zu müssen. Martha aus Dußlingen (15) hat einen Migrationshintergrund, ihre Eltern kommen aus Honduras. Sie findet es wichtig, „gemeinsam zu erinnern, dass kein Gras über gewisse Dinge wächst“ und ihre Mitschülerinnen Debbi (17), Sarah (16) und Amelie (16) sehen das genauso. „Alte Leute haben eher ein Problem damit. Von vorneherein war das Verhältnis zwischen uns Schülern sehr offen. Man kann schließlich über Geschichte reden, ohne zu sagen: Du bist deutsch, du bist schuld“.

Shay (17) und Lihi (17) sehen das ähnlich. Sie finden sogar, dass deutsches Leben zu ruhig, langsam und bedächtig sei: „In Israel everybody is busy“ sagt Lihi, das Tempo in israelischen Städten sei viel schneller als hier.

Der Austausch zwischen Israel und Deutschland erfordert finanzielle Hilfe, angewiesen ist man auf Sponsoren; glücklicherweise haben sich bisher immer einige Firmen gefunden, die das schulische Projekt unterstützen.

Claudia Jochen


Mit freundlicher Genehmigung von Frau Jochen vom Schwäbischen Tagblatt veröffentlichen wir hier ihren vollständigen Artikel, der in verkürzter Form am Dienstag, 17.10.2017 im Tagblatt erschienen ist.

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austausch/israel/austausch2017.txt · Zuletzt geändert: 2017/10/23 20:29 von friederichs