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events:archiv:attic:krabat1999

Krabat

Das Schwäbische Tagblatt schrieb am …6.2.1999:

Krabat Im Bann des Bösen - Sechstklässler spielen Preußlers Krabat

DUSSLINGEN (hs). Proppenvoll war die Schul-Aula am Donnerstag abends als die 33 Dußlinger Gymnasiasten mit Otfried Preußlers „Krabat“ Premiere hatten: Das Stück erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, der zunächst in dunkle Machenschaften gerät, sich schließlich jedoch daraus befreien kann.

Auf der spärlich eingerichteten Bühne ächzt ein Mühlrad. Müllerburschen tun ihren beschwerlichen Dienst tagaus, tagein. Ihr Schicksal liegt in der Hand des Müllers und Meisters. „Es gibt eine Art von Zauberei, die man mühsam erlernen muss … Und dann gibt es eine, die wächst einem aus der Tiefe des Herzens zu“, sagt Krabats Freund Juro, wohlwissend, wovon er spricht. Denn auch er ist Müllerbursche in der geheimnisvollen Mühle und dort Gefangener. Allerdings schon viel länger als Krabat. In der Gewalt des Meisters befinden sich noch zehn weitere arme Teufel, von denen der Furchtbare einmal im Jahr einen zur Hölle fahren lässt - eigenhändig und immer an Silvester. Der schlauen Zaubersprüche überdrüssig, widersetzt sich Krabat dem Terror, doch allein vermag es nicht, dem Bann der Mühle zu entfliehen. Erst dem Mädchen Kantorka gelingt es, den bösen Zauber zu vertreiben.

Konzipiert wurde das fächerübergreifende Theaterprojekt „Krabat“ auf dem Höhnisch unter der Leitung von Beate Heutjer. Zusammen mit Kunstlehrerin Sylvia Grauer, Sportlehrer Michael Hepp und Schauspieler Eberhard Schillinger haben die Schüler der sechsten Klasse fast drei Monate geprobt, um das Stück auf die Bühne zu bringen. Was dabei herausgekommen ist, kann sich sehen lassen: Die Akteure zeigen nicht nur, dass sie Theater spielen können, sondern dass ihnen das auch großen Spaß macht. „Diese Erfahrung war für die Jugendlichen sehr wichtig“, erzählt Deutsch- und Musiklehrerin Heutjer. Sie hat festgestellt, dass während der Probenzeit Klassengemeinschaft und Unterricht von der „gemeinsamen Kreativitätserfahrung ungeheuer profitiert haben: Die Schüler lernen dabei frei reden und sich bewegen.“

Am Schluss dankte der stellvertretende Schulleiter Volker Carstens dann auch allen Sponsoren, dem Oberschulamt sowie den Eltern für ihre tatkräftige Hilfe und Unterstützung.

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events/archiv/attic/krabat1999.txt · Zuletzt geändert: 2014/04/18 18:34 (Externe Bearbeitung)