Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


Seitenleiste

Startseite

Terminvorschau

18.11.19
Montag
0800-1125 Medienbildung Klassen 5+6
19.11.19
Dienstag
0830-1630 Fortbildung Mathematik
20.11.19
Mittwoch
Studieninformationstag für die Kursstufe 0800-0815 Andacht zum Buß- und Bettag (Aula) 0800-1125 Medienbildung Klassen 5+6 1145-1320 Vorlesewettbewerb Klasse 6 (Schulentscheid) (Neubau) 1900 Karl-von-Frisch-Vortrag (Aula)
von Prof. Tautz zum Thema "Karl von Frisch damals und heute - Wie Bienen die Welt sehen und kommunizieren"
26.11.19
Dienstag
0800-1125 Medienbildung Klassen 5+6
27.11.19
Mittwoch
0800-1125 Medienbildung Klassen 5+6 1410-1545 AG Medienentwicklungsplan 1930 Elternabend zum Umgang mit Medien (KvFG-Aula)
v.a. für Eltern der Klassen 5+6
28.11.19
Donnerstag
Frankreich-Austausch Klassen 8a + 8b
Franzosen aus Le Havre am KvFG
29.11.19
Freitag
Frankreich-Austausch Klassen 8a + 8b
Franzosen aus Le Havre am KvFG
30.11.19
Samstag
Frankreich-Austausch Klassen 8a + 8b
Franzosen aus Le Havre am KvFG
01.12.19
Sonntag
Frankreich-Austausch Klassen 8a + 8b
Franzosen aus Le Havre am KvFG
02.12.19
Montag
Frankreich-Austausch Klassen 8a + 8b
Franzosen aus Le Havre am KvFG
0930-0950 Sammlung für die "Aktion Sternschnuppe" (Lehrerzimmer Neubau) 2000 Informationsabend zur Kursstufe für Kl. 10 und deren Eltern (Aula)

alle Termine anzeigen

events:praevention:start

Suchtprävention

P.A.R.T.Y.-Programm an der BG Unfallklinik

P.A.R.T.Y. (Prevent Alcohol and Risk-related Trauma in Youth) steht für ein 1986 im Sunnybrook Health Sciences Centre in Toronto (Kanada) entwickeltes Präventionsprogramm für Schüler ab 15 Jahren. Durch das Motto „Don’t risk your fun!“ soll Jugendlichen vermittelt werden, wie gefährlich Alkohol und andere Drogen am Steuer sind und was die Folgen einer solchen Tat sein können.
Während eines Tages bekam unsere Gruppe, die aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 1 bestand, am 20.6.2017 an der BG Unfallklinik Tübingen einige allgemeine Vorträge u.a. auch durch die Polizei und musste dann die vielen Schritte durchlaufen, die ein Patient nach einem Autounfall durchmacht. In unserem Fall lief das so ab:
Um 9 Uhr wurden wir in einen großen Hörsaal geleitet und dort begrüßt. Nach einigen einführenden Worten und der Vorstellung aller Beteiligten wurde zu Beginn des ersten Vortrags ein durchaus sehr eindrückliches Video gezeigt, das die einen zum Weinen brachte und andere doch nur Final Destination erinnerte. In jenem Video sieht man drei junge Damen, die sich allesamt auf das Mobiltelefon der Fahrerin konzentrieren und dabei leicht auf die andere Fahrbahn kommen. Als sie den Gegenverkehr bemerken, ist es bereits zu spät. Sie krachen frontal in das entgegenkommende Auto, werden zur Seite geschleudert, drehen sich einige Male mit dem Auto und bleiben dann auf der Fahrbahn stehen, wo ihnen ein weiteres Fahrzeug in die Seite fährt. Dabei wird der gesamte Unfall sehr detailliert zur Schau gestellt. Sehr emotional wird nun gezeigt, wie die Fahrerin des Wagens feststellt, dass ihre beiden Mitfahrerinnen es nicht überlebt haben und zudem sieht man kurze Zeit später, wie ein kleines Kind in einem weiteren am Unfall beteiligten Wagen mehrfach wiederholt: „Mommy, Daddy, wake up!“. Die Eltern sind ebenfalls tot. Das Resultat einer kurzen Nachricht auf dem Handy? In diesem Fall vier Tote.
Im Vortrag wurde dann erklärt, was Traumata sind und was häufige Ursachen von Unfällen bei jungen Fahrern sind, nämlich Selbstüberschätzung, Drogen/Alkohol am Steuer, Ablenkung durch zum Beispiel Freunde oder Smartphones oder auch einfach nur mangelnde Fahrerfahrungen, vor allem bei Fahranfängern. Nach diesem Vortrag erklärte und ein Polizist mithilfe von Fallbeispielen die Ursachen, Auswirkungen und Folgen. Gegen 10 Uhr wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, um die fünf verschiedenen Stationen zu durchlaufen.
Die nächste Station war der Notfall-/Schockraum. Zuerst bekamen wir beschrieben, wann ein solcher Raum genutzt und was darin gemacht wird und danach haben wir Schritt für Schritt die Vorgänge darin simuliert.
Intensivstation lautete unser nächster Halt. Dort lief alles ziemlich chaotisch, da zum Zeitpunkt der Präsentation, die wir dort bekamen, ein Verätzungs- und ein Verbrennungspatient dort eingeliefert wurden, so dass wir schlussendlich alles auf dem Gang erklärt bekommen haben. Patienten kommen direkt nach einer OP auf die Intensivstation, bis der Zustand nicht mehr als kritisch gewertet wird. Dabei sind sie oft nicht bei Bewusstsein, vielleicht sogar auch im (künstlichen) Koma und müssen sowohl durch eine endotracheale Intubation künstlich beatmet als auch mit Sondennahrung und Flüssigkeit versorgt werden.
Die nächste Station war der Rettungswagen, wo man vor allem gezeigt bekommen hat, was alles in einem Rettungswagen vorhanden ist und wie man beispielsweise einen Patienten in den Wagen hineinbekommt, was wir auch an einem Mitschüler austesten durften.
Zu guter Letzt waren wir noch auf der Normalstation wo wir uns die Geschichte eines netten Herrn anhören durften. Er liegt seit September 2016 nach einem Motorradunfall auf Station und leidet an einer inkompletten Lähmung. Er hatte mehrere Brüche im linken Unterschenkel, die mit Nägeln und Platten stabilisiert wurden und einen zerquetschten Wirbel im Rücken, der Schuld an der Lähmung war. Im Rücken wurde dann ein Ersatzwirbel eingebaut und ebenfalls eine Stabilisierung. Er hat bereits wieder einige Laufübungen gemacht und konnte sich mit Hilfe von Stützen fortbewegen, hatte jedoch vergangenen Samstag, am 17.6.2017, eine weitere OP am Unterschenkel, da durch das schnelle Wiederbelasten Reibung zwischen dem verheilten Knochen und den Platten entstand, woraufhin man sich entschied, die Platten rauszunehmen. Das hat den Patienten wieder um einige Zeit zurückfallen lassen, da er mit weiteren Laufübungen warten muss, bis sein Bein wieder verheilt ist. Laut eigener Aussage, könne man auch nicht mit Gewissheit sagen, dass er jemals wieder laufen könne, jedoch ließ er im weiteren Verlauf des Gesprächs verlauten, dass er da sehr positiv an die Sache herangeht und durchaus glaubt, eines Tages wieder als Tourguide arbeiten und Motorrad fahren zu können. Leider teilte die Ärztin uns später mit, dass der Herr ein sehr positiv denkender Patient sei, er könne es jedoch nur nicht wahrhaben, dass er nie wieder ohne einen Rollstuhl leben können wird, da er durch seine Verletzungen nur kurze Strecken zu Fuß zurücklegen kann, und Motorrad fahren hält sie erst recht für sehr unwahrscheinlich.
Nach dem Mittagessen hatten wir dann wieder als ganze Gruppe ein Gespräch mit einem Ex-Traumapatienten, der mit 17 Jahren einen Motorradunfall hatte und inzwischen seit 19 Jahren im Rollstuhl sitzt und an einer hohen Paraplegie (komplette Lähmung ab unter der Brust) leidet. Dennoch hat er als erster Rollstuhlfahrer Sportwissenschaften studiert und arbeitet nun als Physiotherapeut an zwei verschiedenen Kliniken, hat eine Frau und zwei Kinder, im Großen und Ganzen also ein erfolgreiches, gut strukturiertes Leben.
Nachdem wir uns auch seine Geschichte anhören durften, gab es zu guter Letzt noch einen kurzen Vortrag von einem Physiotherapeuten, der uns anhand eines Patienten, dem ein Oberschenkel amputiert werden musste, erklärt hat, was man in der Physiotherapie macht: beispielsweise Rehabilitation von Muskeln und Gelenken oder lernen, mit einem Rollstuhl im Alltag umzugehen o.Ä. Alles in allem war es ein intensiver und anstrengender Tag.

Annika Weger (Jg. 1)

Cookies helfen bei der Bereitstellung von Inhalten. Durch die Nutzung dieser Seiten erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Weitere Information
events/praevention/start.txt · Zuletzt geändert: 2017/07/23 19:38 von friederichs