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03.05.18
Donnerstag
Wiederbeginn des Unterrichts für die Jg. 2

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faecher:psycho:start

Psychologie

„Die Psychologie berührt wirklich alles. Sie ist universell, überall gibt es psychologische Tatsachen“ Pierre Janet (1857-1947)

Die Psychologie hat sich als Wissenschaft erst vor rund 150 Jahren etabliert. Bis 1879 war die Psychologie ein Teilgebiet der Philosophie und bestand hauptsächlich aus den Erfahrungen und den Erkenntnisse des Alltags (Alltagspsychologie). Empirische Experimente haben dazu beigetragen, vieles aus der Alltagspsychologie zu bestätigen, aber auch manche Behauptungen abzulehnen.

Gegenstand der Psychologie ist das …

... Erleben des Individuums

Hierbei spielt die Introspektion (Selbstbeobachtung) eine wichtige Rolle, denn das Erleben eines Menschen ist schwerlich von anderen direkt zu beobachten. Dabei spielen persönliche Berichte eine wichtige Rolle (Bericht über die erlebten Träume; die Angst vor der nächsten Klausur; die panische Angst, vom Stuttgarter Fernsehturm herunterschauen zu müssen; usw.).

... Verhalten des Individuums

Die Fremdbeobachtung spielt hier eine ganz wichtige Rolle. Was stelle ich fest, wenn ich eine Person beobachte? Was kann ich zum Beispiel unter die Lupe nehmen? … die Sprache, die Mimik und Gestik meiner zu beobachtenden Person … Neben der Beobachtung sind experimentelle Untersuchungen, Tests (z.B. Intelligenztests) oder Befragungen (Wann und wie sorgfältig erledigst du deine Hausaufgaben? Was hältst du von Hausaufgaben generell?) notwendig.

Wenn ich nun die Person gut kenne, spielen beim Beobachten des Verhaltens auch gleichzeitig das Erklären, Bewerten und Beurteilen eine sehr wichtige Rolle. Zum Beispiel zeigt mein Freund Jonny ein völlig atypisches Verhalten. Ich vermute, er hat Ärger mit… .

Viele Bereiche, viele Faktoren wirken auf das menschliche Verhalten ein, z.B. Erziehung, Kultur, Umwelt, Vererbung, Trauer, Freude, Alter, Geschlecht, Hunger, Durst, Motivation, Motive, Lernen und Vergessen, Empathie, Aggressionen, Neurosen, Phobien, Ängste und vieles mehr.

Ziel der wissenschaftlichen Psychologie ist also das Erleben, Verhalten, Erklären, … systematisch zu beobachten, zu beschreiben, zu bewerten und zu beurteilen. Dabei kann man, wie das im Leben halt so ist, Probleme und Sachverhalte ganz unterschiedlich betrachten, wahrnehmen und bewerten. Die einzelnen Sichtweisen (die dahinter stehenden Modelle), ihre wissenschaftlichen Vertreter (welcher Wissenschaftler ist hier Repräsentant?), ihr Untersuchungsgegenstand und ihr methodisches Vorgehen werden häufig in Tabellen zusammengefasst:

Tabelle über verschiedene wissenschaftliche psychologische Modelle
verschiedene wissenschaftliche psychologische Modelle

Die Stofffülle im Psychologiekurs ist formidabel. Aber auch hier gilt: weniger ist mehr. Gerne gehe ich auf etwaige Inhaltswünsche ein. Brandaktuelle Ergebnisse psychologischer Untersuchungen sind mit wenigen Ausnahmen Gegenstand in den Unterrichtsstunden.

Also: Herzlich willkommen im Psychologie-Kurs!
Dr. Günther Kromer

faecher/psycho/start.txt · Zuletzt geändert: 2013/01/20 20:08 (Externe Bearbeitung)